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#RIP: Wie das Leben online weitergeht

Weil sich ein immer grösserer Teil unseres Alltags im Internet abspielt, wird auch Sterben online zur Herausforderung – juristisch, kommerziell, kulturell. Längst geht es nicht mehr nur um das Vererben von Passwörtern oder das Löschen von Accounts nach dem Tod.

Max Spring
Traditionelle Erinnerungskultur. Schlichter Schweizer Friedhof mit sauber aufgereihten Grabsteinen, die neuerdings mit eingearbeiteten QR-Codes eine Verbindung zur digitalen Erinnerungswelt schaffen könnten.
Traditionelle Erinnerungskultur. Schlichter Schweizer Friedhof mit sauber aufgereihten Grabsteinen, die neuerdings mit eingearbeiteten QR-Codes eine Verbindung zur digitalen Erinnerungswelt schaffen könnten.
Keystone
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Sterben kann eine recht coole Sache sein. Falls man die App «If I die» (Wenn ich sterbe) auf dem Smartphone installiert. Ein sehr, sehr fröhliches Animationsfilmchen führt in die Funktion der vom israelischen Start-up-Unternehmer Eran Alfonta lancierten Facebook-Applikation ein.

Man weiss ja nie, wann es einen erwischt. Shit happens – halb so schlimm dank «If I die»: Drei vom Profilinhaber bezeichnete Vertrauenspersonen aus dem Facebook-Freundeskreis können, sobald sie vom Tod erfahren, dafür sorgen, dass der Account des Verblichenen eine von ihm komponierte Nachricht postet, obschon er nicht mehr lebt. Für einen Aufpreis stellt «If I die» auch Videos online, die der Verstorbene vorbereitet hat. Vitale Inszenierungen aus dem Jenseits.

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