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Schlichter Stein, üppiges Grün

Kleine Fläche, häufig schattige Lagen unter Bäumen – die Gestaltung von Gräbern ist nicht einfach. Wie es gelingt, sagt Gartendesignerin Eva Bruhin. Und gibt Tipps, wie man in zwei oder vier Stunden Gräber feiertäglich herrichtet.

Friedhöfe ermöglichen Angehörigen ungestörtes Totengedenken. Bei genauerer Betrachtung sagen Gräber  sehr viel über die Beziehungen der noch Lebenden zu den Verstorbenen aus.
Friedhöfe ermöglichen Angehörigen ungestörtes Totengedenken. Bei genauerer Betrachtung sagen Gräber sehr viel über die Beziehungen der noch Lebenden zu den Verstorbenen aus.
Isabel Mäder

Morgen ist Allerheiligen: der Tag, an dem Katholiken auf den Friedhöfen ihrer Verstorbenen gedenken. Später im November folgt mit dem Totensonntag das Equivalent für Protestanten. Zeit also, Gräber schön herzurichten, denn sie erinnern an Menschen, die einmal Teil unseres Lebens waren. Zwar findet die Trauer um eine geliebte Person im Herzen statt, doch für viele braucht die Erinnerung auch einen festen Platz. So bestatteten bereits Steinzeitmenschen ihre Angehörigen mit Beigaben an bestimmten Plätzen. An einem Grab kann man sich in aller Ruhe an die Toten erinnern und mit ihnen stille Zwiesprache halten. Wer sich noch in der aktiven Trauerphase befindet, dem hilft die Gestaltung des Grabes auch dabei, den Kummer zu bewältigen. So empfinden viele etwa das Anpflanzen von Blumen als letzten Liebesdienst, den sie Verstorbenen leisten.

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