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So baden die Chinesen

An chinesischen Stränden zeigt sich ein neuer Trend: Die Strumpfmaske für Sonnenphobiker. In den öffentlichen Pools hingegen drängen sich die Menschen Schwimmring an Schwimmring.

Der Facekini macht Furore: Strandbesucher mit Gesichtsschutz. (16. August 2012)
Der Facekini macht Furore: Strandbesucher mit Gesichtsschutz. (16. August 2012)
AFP
Die Maske hat auch etwas Unheimliches: Frau mit Ganzkörperanzug in Qingdao. (16. August 2012)
Die Maske hat auch etwas Unheimliches: Frau mit Ganzkörperanzug in Qingdao. (16. August 2012)
AFP
Wogende Menschenmasse: Besucher des Wellenbads in Daying. (19. August 212)
Wogende Menschenmasse: Besucher des Wellenbads in Daying. (19. August 212)
AFP
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Nein, es ist keine Unterstützungskundgebung für Pussy Riot, es handelt sich auch nicht um das Jahrestreffen der chinesischen Batman-Fans: Was Fotografen der Agentur AFP an einem Strand in Qingdao mit ihren Kameras dokumentierten, sind Trägerinnen des sogenannten Facekinis. Die Maske, eine Art Sommerversion der Skimütze, soll die Haut der Strandbesucher vor Sonne schützen.

Wie «Le Monde» schreibt, ist in China die Angst vor gebräunter Haut weit verbreitet. Sonnenbräune sei Sinnbild für einfache, im freien verrichtete Arbeit. Im Gegenzug dazu steht ein heller Porzellanteint für einen erfolgreichen Lebensstil. Aus diesem Grund erfreut sich im Sommer 2012 der Facekini grösster Beliebtheit, Online-Händler melden Rekordumsätze.

Überfüllt und dreckig

Trotz Bräunungsangst: Immer mehr Menschen in China besuchen öffentliche Schwimmbäder. Im künstlichen Salzwasserpool «The Dead Sea of China» beispielsweise badeten bereits über eine Million Menschen. Das 30'000 Quadratmeter grosse Planschbecken hat Platz für 10'000 Besucher. Dessen Kapazität wurde rege genutzt, wie Fotos zeigen, welche die Betreiber der Anlage herausgaben: Schwimmring an Schwimmring warten die Besucher auf die künstlich erzeugten Wellen.

Die Bilder haben jedoch auch einen beunruhigenden Hintergrund: Chinas Schwimmbäder gehören nicht nur zu den überfülltesten, sondern auch zu den dreckigsten der Welt: Laut einem Bericht des chinesischen Gesundheitsministeriums ist die Bakterienrate in den Pools oft gefährlich erhöht. Im Jahr 2008 starb ein Mann und 3158 weitere Menschen erkrankten, weil sie das Wasser des Mao Mao Pools in Peking schluckten.

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