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Unschöner Schönheitsneid

Neid ist menschlich. Der Neid auf die Schönheit allerdings ziemlich weiblich – und für die eigene Karriere übrigens nicht gerade hilfreich.

Attraktive Frauen werden diskriminiert – und zwar von Frauen: Sophia Loren beäugt Kollegin Jayne Mansfield äusserst skeptisch an einer Party im «Romanoff's» in Beverly Hills (1957).
Attraktive Frauen werden diskriminiert – und zwar von Frauen: Sophia Loren beäugt Kollegin Jayne Mansfield äusserst skeptisch an einer Party im «Romanoff's» in Beverly Hills (1957).
Reuters

Die kritischen Blicke, die einen schnellen Bodycheck machen, die kennen viele Frauen. Je besser eine aussieht, desto genauer wird geprüft. Sitzt die Frisur, zwickt die Hose, wie steht es um die Furchen im Gesicht? Die Schadenfreude ist nie weit, wenn die scheinbar Perfekten einen Mangel an den Tag legen und alle weniger Gesegneten mindestens innerlich jubeln. Das erlebten in den letzten Tagen Schauspielerin Ashley Judd und Alina Buchschacher. Die amtierende Miss Schweiz wurde vom «Blick» beim Bikini-Shooting gescannt und durch Expertinnen für zu dick befunden, um am nächsten Tag nach Protesten aus der Leserschaft flugs das Gegenteil zu belegen. Schauspielerin Ashley Judd schlug auf die Kritik an ihrem Äusseren verbal und sehr gekonnt zurück (Lesen Sie dazu: «Das Mittelalter schlägt zurück»). Die Schadenfreude ist da einigen vergangen, zeigte sie doch deutlich ihr hässliches Gesicht und ihren Partner im Geist: den Neid.

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