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Gesucht: Das schönste Naturwunder der Welt

Das Matterhorn, das Tote Meer oder die Iguaçu-Fälle? Eine Stiftung sucht nach den sieben grössten Weltwundern der Natur. Die Schweiz ist mit drei Kandidaten im Rennen.

Nicht die tiefste Schlucht der Welt, aber eine der spektakulärsten: Der Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona folgt als bestplatzierte Attraktion Nordamerikas auf Rang 32.
Nicht die tiefste Schlucht der Welt, aber eine der spektakulärsten: Der Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona folgt als bestplatzierte Attraktion Nordamerikas auf Rang 32.
Keystone
Stark von Umweltzerstörung und ausuferndem Tourismus bedroht: Das grösste Riff der Welt, das Great Barrier Reef vor Australien, steht im Zwischenklassement auf Rang 36.
Stark von Umweltzerstörung und ausuferndem Tourismus bedroht: Das grösste Riff der Welt, das Great Barrier Reef vor Australien, steht im Zwischenklassement auf Rang 36.
Keystone
Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike und waren bei der Wahl vor einem Jahr deshalb ausser Konkurrenz: Die Pyramiden von Gizeh.
Sie sind das einzige erhaltene der sieben Weltwunder der Antike und waren bei der Wahl vor einem Jahr deshalb ausser Konkurrenz: Die Pyramiden von Gizeh.
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Sieben menschengemachte Weltwunder hat die Welt bereits. Nun hat die New7wonders-Stiftung dazu aufgerufen, die spektakulärsten Naturwunder des Planeten zu küren. Bis jetzt wurden 430 spektakuläre Landschaften, Berge, Flüsse, Wasserfälle oder Seen aus aller Welt nominiert. Noch bis Ende Jahr können Attraktionen vorgeschlagen werden, ehe die 77 bestplatzierten Vorschläge von einer Jury auf 21 Finalisten reduziert werden. 2010 und 2011 können die Bewohner des Planeten ihre sieben Favoriten küren.

Wahl der Weltwunder als Vorbild

Die vom Schweizer Bernard Weber initiierte Stiftung knüpft damit an einen Grosserfolg an. Von den sieben historischen Stätten, die zum Reise-Kanon des antiken Bildungsbürgertums gehörten, sind nur noch die Pyramiden von Gizeh erhalten - neue Weltwunder mussten her.

Mehr als 100 Millionen Menschen haben online oder per Telefon ihre Stimme abgegeben und sieben Bauwerke gewählt, die heute noch stehen. Archäologen und Kunsthistoriker kritisierten die Liste der neuen Weltwunder. In der Endausmarchung hätten nicht die bedeutungsvollsten Zeugnisse des menschlichen Schaffens obenaus geschwungen, sondern die populärsten Tourismusziele der Welt, so die Experten. Dennoch war die Aufmerksamkeit enorm, die Finalisten standen monatelang im Scheinwerferlicht der Medien.

430 spektakuläre Landschaften

Wie bei der Wahl der grössten menschengemachten Weltwunder, nutzen Tourismusförderer aus aller Welt auch den Wettbewerb der Weltwunder der Natur eifrig für Propaganda. Die Tourismus-Manager der philippinischen Hafenstadt Puerto Princesa etwa rühren die Werbetrommel für den längsten schiffbaren unterirdischen Fluss eifrig und ermutigen alle Philippinos, im Internet für ihre Naturattraktion zu stimmen.

Bestplatzierte Wunder kommen alle aus Asien

Kein Wunder, dass die in der Zwischenrangliste führenden Naturwunder allesamt in Asien zu finden sind. Wäre die Wahl heute zu Ende, würden drei der sieben Weltwunder der Natur in den Philippinen liegen, zwei in Bangladesch und je eines in Saudiarabien und Vietnam.

Erst auf Rang 16 folgt das bestplatzierte europäische Naturwunder (Davolja-Varos-Felsformation in Serbien), auf Rang 19 der erste Vertreter der westlichen Hemisphäre (Amazonas-Regenwald). Das grosse Barrier Reef in Australien liegt in der Gunst der Abstimmenden auf Platz 36. Die Schweizer Fahne halten Aletschgletscher (Rang 73), Matterhorn (193) und Monte San Giorgio (282) hoch.

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