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Rushhour in Velopolis

Schon vor mehr als 100 Jahren haben die Kopenhagener das Fahrrad für sich entdeckt. In der dänischen Hauptstadt wird es beispiellos gefördert – nicht nur zur Freude der Autofahrer und Fussgänger.

Umzingelt. So muss sich der Fahrer des blauen Golfs auf dem H. C. Andersen Boulevard fühlen. Vor ihm warten Velofahrer an der Ampel. Rechts von ihm steht ein weiteres Dutzend, das ab­biegen möchte. Und links eine doppelte Kette aus Fahrrädern, Reifen an Reifen.

Velometropole, Bikerparadies, Radlerhauptstadt: Kopenhagen hat sich ­einen Namen gemacht, mit extra breiten Velospuren, an den Radverkehr an­gepassten Ampeln und spezifischen ­Brücken. Neuralgische Orte wie den H. C. Andersen Boulevard, eine der meist befahrenen Strassen der Stadt, wo Cyclisten noch auf Autofahrer treffen, gibt es nicht mehr viele. Meist haben die Velofahrer ihre eigene Spur, die gut sichtbar in Autobahnblau quer über die Kreuzung führt. Selbst die Mülleimer sind radlerfreundlich aufgestellt: leicht gekippt am Rand des Radwegs, damit man sie auch im Vorbeifahren trifft.

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