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Pelz macht alt

Der Ständerat will nichts wissen von strengeren Importbestimmungen für Pelze. Das mutet ebenso gestrig an, wie es geschmacklos ist, sich in ein totes Tier zu hüllen.

Der Ständerat setzt kein Signal gegen tierquälerische Haltung: Auch dieses Frettchen aus einer chinesischen Zucht wird als Kapuzenfutter oder Handschuhbordüre in die Schweiz gelangen.
Der Ständerat setzt kein Signal gegen tierquälerische Haltung: Auch dieses Frettchen aus einer chinesischen Zucht wird als Kapuzenfutter oder Handschuhbordüre in die Schweiz gelangen.
Keystone

Der Ständerat hat entschieden: Mit 22 zu 12 Stimmen lehnte er gestern die parlamentarische Initiative von Nationalrätin Pascale Bruderer (SP, AG) ab, die den Import von Pelzen aus tierquälerischer Haltung verbieten lassen wollte. SVP-Ständerat This Jenny sprach von «barbarischen, herzzerreissenden, beelendenden Produktionsmethoden» und erklärte, auch die einheimischen Jäger seien der Meinung, dass dagegen etwas unternommen werden sollte. Geholfen hat es nichts, das Thema ist vom Tisch. Was konkret heisst, dass weiterhin Pelze von Tieren, die unter erbärmlichsten Bedingungen gehalten, die mit Tellereisen, Schlingen oder Totschlagfallen gefangen oder getötet wurden, in die Schweiz importiert werden können.

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