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Schön schlampig

Es ist ein tierisch gutes Jahr für Faule: Fliegenbein-Wimpern und Waschbärenaugen gehören zum guten Ton, gepudert wird wenig, und die Frisur muss so aussehen, als ob man sich nie um sie kümmern würde. Die Beauty-Trends 2016.

Wir machen es kurz: 2016 ist das Jahr, bei dem Sie sich anmalen können, wie Sie wollen. Denn das Make-up treibt es bunt, wäre das Gesicht eine Wiese, würde heuer ein Zirkus draufstehen. Nachlässigkeit wird verziehen, ja, man könnte sogar von einer Art Schlampenlook sprechen. Also: Lippen leuchten heuer in Naturfarben oder in Gold. Ernsthaft. Doch nun schauen wir uns in die Augen, Kleines: und erschrecken furchtbar. Denn Fliegenbeine (die entstehen, wenn man die Tusche nicht sorgfältig aufträgt, oder diese von Beginn weg alt und klumpig ist, oder wenn man Mascara auf die Wimpern legt und wild hin- und herwischt) sind erlaubt. Ein schrecklicher Trend, aber wahr. Faulen kommt das natürlich entgegen. Es passiert ja schnell, dass einem Insekten aus den Augen zu wachsen scheinen, abschminken muss man das dieses Jahr nicht mehr.

Überhaupt kann sich entspannen, wer schlampig arbeitet (oder seine Kinder gerne Make-up-Artisten spielen lässt). Bei den Augen wird es ganz wild, im wahrsten Sinne des Wortes. Man kann sich mal so schnell einen fetten, schwarzen Strich irgendwo zwischen Brauen und Augenlider malen. Das kann man statt mit Liquid Eyeliner auch mit dem Filzstift machen, es sieht sowieso blöd aus, ist aber im Trend.

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