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Das Geheimnis früh trinkreifer Weine

Australien besitzt zwar keine heimischen Rebsorten, dafür innovative Winzer, die es verstehen, aus den meist aus Europa importierten Traubensorten qualitativ hochstehende Weine zu produzieren. Zum Beispiel mit der Assemblage aus verschiedenen Anbaugebieten.

Der Weinbau hat in Australien eine bald 200 Jahre alte Tradition, obwohl keine autochthonen Rebsorten in Down Under wachsen. Im 18. Jahrhundert brachten eingewanderte europäische Weinbauern Reben mit, vor allem aus Frankreich, aber auch aus Italien oder Portugal. Heute gedeihen auf einer Anbaufläche, die so gross ist wie der ganze Kanton Zürich, ungefähr 140 verschiedene Rebsorten. Am häufigsten die rote Shiraz, die wir Syrah nennen, die weisse Chardonnay und die rote Cabernet Sauvignon. Seit den 1960er-Jahren konzentriert sich der Weinbau auf die Bundesstaaten New South Wales, South Australia und Victoria im Süden sowie rund um Perth in Western Australia. Die meisten Anbaugebiete liegen zwischen dem 32. und 39. südlichen Breitengrad, das Klima ist ähnlich wie im Bordelais oder Piemont. Die Sommer sind mild, dafür regnet es nur wenig. Deshalb müssen viele Weinberge bewässert werden. Die australischen Winzer perfektionierten die sogenannte Assemblage. Sie haben vor allen anderen angefangen, Trauben aus unterschiedlichen Anbaugebieten zu mischen. Daraus keltern sie komplexe, früher trinkreife Weine mit einem fairen Preis-Genuss-Verhältnis. Mindestens 85 Prozent der Trauben müssen aus dem Anbaugebiet auf der Etikette stammen, so schreibt es das Weingesetz von 1987 vor.

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