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Bildung Bern empfiehltLehrpersonen sollen Mut zur Lücke haben

In Zeiten von Homeoffice und -schooling rät der Lehrerverband zu Pragmatismus: Kinder und Eltern sollen mit dem Lehrstoff nicht überfordert werden.

Die Schulen sind geschlossen, Kinder werden dieser Tage zuhause unterrichtet – in der Regel von den eigenen Eltern.
Die Schulen sind geschlossen, Kinder werden dieser Tage zuhause unterrichtet – in der Regel von den eigenen Eltern.
Foto: Marcel Bieri (Keystone)

Der Fernunterricht beschert dem Berufsverband Bildung Bern derzeit viele Anfragen von Lehrpersonen. Der Verband empfiehlt ihnen, Schüler und Eltern nicht mit zu komplexen Aufgaben zu überfordern und Mut zur Lücke zu haben.

Derzeit sei Pragmatismus angebracht, heisst es in einer Mitteilung des Berufsverbands der Berner Lehrerinnen und Lehrer. Je nach Stufe und Zyklus stünden Lehrplan 21 und Stundenplan derzeit weniger im Vordergrund.

Bildung Bern empfiehlt den Lehrpersonen auch, Zeit in die Beratung von Schülern und Eltern zu investieren. Das sei auf digitalen Kanälen ebenfalls wichtig und wertvoll.

Auf Anfrage sagte Geschäftsführerin Regula Bircher, die Zahl der Anfragen lasse sich nicht beziffern. Auf der Geschäftsstelle und der Beratung von Bildung Bern klingle das Telefon aber ständig. Viele Anrufer hätten wissen wollen, wie in der Schule mit der Weisung des Bundes umzugehen sei, stets zwei Meter Distanz einzuhalten. Dies etwa bei Schulkonferenzen.

Bis jetzt funktionieren Informatik und Leitungen, auf denen der Fernunterricht basiert, laut Bircher gut. Es gebe keine Meldungen zu Pannen.

SDA

1 Kommentar
    wwl

    Berufsstolz und Pflichtbewusstsein ist bei Lehrpersonen hoch und demzufolge eine lobenswerte Haltung. Wenn nun in der Schulzeit von 9x 36 also 324 Wochen „regulärer, also lehrplangebundener“ Unterricht nur teilweise nach Plan erfolgt, verlieren diese Kinder relativ wenig vom ganzen Stoff. Wieviel „Lehrreiches“ erfahren sie jedoch für ihr Leben?