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Sweet Home: Schweizer KochbuchMediterrane Küche zum Teilen

Foodblogger Lazaros Kapageoroglou lädt mit seinem ersten Kochbuch ein auf eine genussvolle Reise ans Mittelmeer.

Vom Foodblog zum ersten eigenen Kochbuch: Diese Erfolgsgeschichten finden auch in Zürich statt. Lazaros Kapageoroglou hat in seiner Heimatstadt Thessaloniki eine Lehre als Koch und Pâtisseur gemacht. Danach arbeitete er in einigen Fünfsterne-Hotels auf verschiedenen griechischen Inseln, bevor ihn sein Beruf nach Frankreich und für eine Wintersaison in die Schweiz führte. Seit 2012 wohnt und arbeitet er in Zürich. Er hat sich selbstständig gemacht, arbeitet als Störkoch, beliefert Kunden für grosse Events und gibt Kochkurse und Workshops. Zudem betreibt er einen erfolgreichen Blog auf seiner Webseite Laz uns kochen und einen gleichnamigen Instagram-Account mit vielen Followern. Seine Rezepte sind einfach, aber voller Geschmack und bringen Lebensfreude auf den Tisch. Da er überzeugt ist, dass man gutes Essen teilen muss, teilt er seine Rezepte und Kochtechniken nicht nur online und in seinen Kochkursen, sondern auch in seinem ersten, ganz neu erschienenen Kochbuch, welches – wie könnte es anders sein – Laz uns kochen heisst.

Sweet Home erzählt er, wie er zum Kochen gekommen ist und verrät auch gleich einige Rezepte aus seinem Buch. Die Foodbilder hat er alle selbst gemacht. Die anderen Bilder sind von Veronika Studer.

Rollt gerade Fetaschnecken mit Minze: Lazaros Kapageoroglou.
Rollt gerade Fetaschnecken mit Minze: Lazaros Kapageoroglou.

Lazaros, dein Buch ist viel mehr als eine Rezeptsammlung.

Ja, mein Buch ist eine Aufforderung zum Teilen. Die Rezepte regen dazu an, zusammen zu kochen und alles gemeinsam an einer Tavolata zu geniessen. So geht es einfacher, ein Essen wird vielseitiger und das Kochen macht mehr Freude. Dieses Prinzip setze ich auch in meinen Kochkursen um und wecke damit die Begeisterung am Kochen und Geniessen auch bei Menschen, die vorher noch nie am Herd gestanden sind. Die mediterranen Rezepte wie Mezze, Pasta, aber auch Fleischbällchen, Fisch, eine Moussaka oder eine feine Zitronentorte eignen sich dafür ganz besonders gut. Im Buch habe ich viele meiner Lieblingsrezepte zusammengefasst und mache damit den Lesern Lust, diese mit Freunden und der Familie zu kochen.

Wann hast du mit dem Kochen angefangen?

Sozusagen vom ersten Moment an. Meine Eltern haben Früchte und Gemüse auf dem Markt verkauft und wir Kinder mussten mithelfen. Auch daheim beim Kochen und draussen im Garten. So habe ich den Geschmack von sonnenreifen Zitronen schon als kleines Kind aufgesogen, entdeckte alle Kräuter, wie sie schmecken und wozu sie passen. Auch lernte ich, hart zu arbeiten und dabei die Lebensfreude nicht zu vergessen. Am Schluss eines strengen Tages war der Tisch immer voll mit gutem einfachen Essen und vielen Menschen.

Fast fertig: Knusprig würziges Gebäck aus Filoteig, Feta und Minze.
Fast fertig: Knusprig würziges Gebäck aus Filoteig, Feta und Minze.

Wo gehst du am liebsten einkaufen?

Hier in Zürich finde ich viele der frischen Zutaten, die ich für meine Küche brauche, in türkischen Lebensmittelgeschäften.

Was hast du immer auf Vorrat?

Kräuter, Gewürze und Zitronen. Zitronen gleichen jedes Essen aus und machen es feiner.

Was empfiehlst du unseren Leserinnen und Lesern für die Weihnachtsfesttage?

Dieses Jahr werden die Festtafeln bei allen kleiner sein. Aber die kleinen, feinen, mediterranen Speisen kann man genauso gut im kleinen Kreis teilen. Man muss dafür nicht stundenlang in der Küche stehen und hat erst noch viel Abwechslung auf dem Tisch.

Türkischer Spinat mit verlorenen Eiern

Grünes Wunder: Ein klassisches türkisches Gericht mit Spinat und Eiern.
Grünes Wunder: Ein klassisches türkisches Gericht mit Spinat und Eiern.

Lazaros türkisches Gericht ist voller frischer Kräuter und schmeckt nicht nur fein, sondern ist auch gesund.

Zutaten für 6 Portionen:

  • 3 EL Olivenöl

  • 2 Frühlingszwiebeln

  • 2 Knoblauchzehen

  • 1 rote Peperoni

  • 1 kg erntefrischer Spinat

  • 2 Prisen Kreuzkümmel, gemahlen

  • 2 Prisen Zitronenpfeffer

  • 1/2 TL Paprika, edelsüss

  • Basilikum oder Dill, die Blättchen von den Stielen gezupft

  • 6 Eier

  • Salz und Pfeffer

Perfekt für den Brunch: Spinat mit Eiern auf die türkische Art.
Perfekt für den Brunch: Spinat mit Eiern auf die türkische Art.

Zubereitung:

Peperoni rüsten und entkernen und in ca. 2 cm grosse Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen und das Weiss der Frühlingszwiebeln fein hacken. Das Grün der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.

Das Olivenöl in einer grossen Bratpfanne erwärmen und die Zwiebeln 2 Minuten andünsten. Anschliessend den Knoblauch und die Peperoniwürfel beigeben und 3 Minuten mitdünsten. Den Spinat beigeben und zusammenfallen lassen. Mit Salz, Kreuzkümmel, Zitronenpfeffer und Paprika würzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Machen Sie mit einem Esslöffel 6 Vertiefungen für die Eier. Schlagen Sie die Eier in die Vertiefungen auf und setzen Sie den Pfannendeckel auf. Je nach gewünschter Kochzeit der Eier etwa 4-10 Minuten bei schwacher Hitze stocken lassen. Basilikum oder Dill darüber geben.

Zucchiniküchlein mit Halloumi

Knusprig und golden: Gebackene Zucchiniküchlein mit Minze und Käse.
Knusprig und golden: Gebackene Zucchiniküchlein mit Minze und Käse.

Voller Halloumi und Minze schmecken diese Zucchiniküchlein warm oder kalt einfach fantastisch.

Zutaten für 15 Küchlein:

  • 400 g Zucchini

  • 150 g Halloumi, grob gerieben

  • 2 Eier

  • 1 grosse Frühlingszwiebel, ca. 70 g, fein gehackt

  • 2 EL Olivenöl

  • 20 g Minze, Blättchen abgezupft und gehackt

  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen

  • 1/2 TL Salz

  • 1 TL Zitronenpfeffer

  • 100 g Weissmehl

  • High Oleic Rapsöl

  • 200 g Labneh

Zubereitung:

Zucchini mit der Röstiraffel raffeln und mithilfe eines Siebs gut ausdrücken. Die Zucchini, den Halloumi, die Eier, die Frühlingszwiebel, die Minze, das Olivenöl und das Weissmehl gut mischen. Mit Salz, Zitronenpfeffer und Kreuzkümmel würzen. Eine Bratpfanne gut mit Rapsöl bedecken und dieses erhitzen. Einen runden Ausstecher von etwa 6 cm Durchmesser in die Pfanne legen und mit 1 EL Zucchinimasse füllen. Glattstreichen und den Ausstecher entfernen. Nach dem gleichen Verfahren die anderen Zucchiniküchlein in die Pfanne geben und alle beidseitig ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Mit Labneh servieren.

Miesmuscheln mit Feta und Dill

Würzig mit Feta und Dill: Moules auf griechische Art.
Würzig mit Feta und Dill: Moules auf griechische Art.

Lazaros Muschelrezept geht blitzschnell, ist raffiniert im Geschmack und hat einen griechischen Touch.

Zutaten für 6-8 Portionen:

  • 2 EL Olivenöl

  • 1 kg Miesmuscheln

  • 2 Frühlingszwiebeln, fein gehackt

  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt

  • Zitronenpfeffer

  • 1 EL grobkörniger Senf

  • 5 dl Weisswein

  • 1 Zitrone, Saft

  • Salz

  • 200 g Feta, zerbröckelt

  • 40 g Dill, abgezupft und grob gehackt

Zubereitung:

Muscheln unter fliessendem Wasser waschen, bürsten und den Bart entfernen. Offene Muscheln wegwerfen. In einem grossen Topf Olivenöl erhitzen. Die Zwiebeln beigeben und 2 Minuten dünsten. Anschliessend den Knoblauch beigeben und 1 Minute mit dünsten. Mit Zitronenpfeffer und Senf würzen und mit dem Weisswein ablöschen. Die Muscheln beigeben, aufkochen und zugedeckt etwa 5 Minuten köcheln. Dabei die Muscheln immer wieder schütteln. Sobald sich die Muscheln geöffnet haben, diejenigen Muscheln aussortieren und wegwerfen, die geschlossen geblieben sind. Die geöffneten und somit guten Muscheln mit Zitronensaft und Salz abschmecken und mit dem Feta und dem Dill bestreut servieren.

Lazaros’ Moussaka

Die grosse Griechin: Moussaka ist ein feines Festessen, das mit Gemüse und Hackfleisch zubereitet wird.
Die grosse Griechin: Moussaka ist ein feines Festessen, das mit Gemüse und Hackfleisch zubereitet wird.

Statt mit frittiertem Gemüse wird die Moussaka aus Lazaros’ Kochbuch mit Gemüse zubereitet, das im Ofen geröstet wird. Dadurch wird sie feiner und leichter. Lazaros findet, dass die Moussaka am nächsten Tag am allerbesten schmeckt, da das Gemüse Zeit hatte zum Ziehen und sich die Aromen verbunden haben.

Zutaten für 8-10 Portionen:

  • 6 grosse, festkochende Kartoffeln

  • 50 ml Olivenöl

  • 2-3 Rosmarinzweiglein, fein gehackt

  • Salz und Pfeffer

  • 4 Auberginen

  • 80 ml Olivenöl

  • 1 TL Paprika, edelsüss

  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen

  • Salz und Pfeffer

Zutaten Hackfleisch:

  • 50 ml Olivenöl

  • 2 mittelgrosse Zwiebeln, fein gehackt

  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt

  • 1 EL Tomatenmark

  • 800 g Hackfleisch, halb Lamm, halb Rind

  • 2 dl Rotwein

  • 1 Zimtstange

  • 1 TL Paprika, edelsüss

  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen

  • 4 Lorbeerblätter

  • Salz und Pfeffer

  • 4 EL Minzblättchen, gehackt

  • 4 El Petersilie, gehackt

  • 1,2 kg Béchamelsauce

  • Parmesan, gerieben

Zubereitung:

Backofen auf 195 Grad vorheizen. Kartoffeln schälen und in 2 mm dicke Scheiben schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit 50 ml Olivenöl beträufeln. Gehackten Rosmarin darüber streuen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Auberginen in 2 cm dicke Scheiben schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Olivenöl und Gewürze verrühren und die Auberginenscheiben beidseitig damit einpinseln und die Marinade einreiben. Auberginen und Kartoffeln im 195 Grad heissen Backofen 30 Minuten rösten.

Für das Fleisch Öl in einen Brattopf geben, erhitzen und die Zwiebeln mit dem Knoblauch 2 Minuten dünsten. Das Tomatenmark beigeben und 1 Minute mitdünsten. Hackfleisch beigeben und unter zeitweiligem Rühren kräftig anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen, würzen. Lorbeerblätter beigeben und 15 Minuten köcheln. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie und Minze unterrühren.

Fertigstellung:

Den Boden einer mittelgrossen Gratinform mit Kartoffelscheiben belegen und diese leicht andrücken, so dass es keine Zwischenräume gibt. Auberginenscheiben darauf legen und diese auch leicht andrücken. Hackfleisch darauf verteilen, Béchamelsauce darüber giessen und mit Käse garnieren. Die Moussaka bei 180 Grad 30 Minuten backen.

Lazaros Kapageoroglou stellt im Video sein Kochbuch gleich selber vor.

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