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Trotz Corona-KriseMehr freie Lehrstellen als Suchende im Kanton Bern

Die Coronakrise hat im Kanton Bern bislang keine gravierenden Folgen für den Lehrstellenmarkt.

Im Kanton Bern sind noch viele Lehrstellen offen, auch im Pflegebereich. (Symbolbild)
Im Kanton Bern sind noch viele Lehrstellen offen, auch im Pflegebereich. (Symbolbild)
Foto: Keystone/Ennio Leanza

Derzeit gibt es immer noch mehr freie Lehrstellen als Suchende. Die Betriebe können deshalb ausnahmsweise bis Oktober rekrutieren.

Seit dem Lockdown nehme die Zahl der Lehrvertragsabschlüsse zwar langsamer zu, aber die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sei weiterhin gross, teilte die Berner Bildungs- und Kulturdirektion am Dienstag mit.

Bis am 1. Juni wurden 7827 neue Lehrverträge abgeschlossen, das sind 416 oder 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Angesichts der aktuellen Herausforderungen sei das Engagement der Ausbildungsbetriebe bemerkenswert, schreibt der Kanton Bern weiter.

Die tiefere Zahl von Lehrabschlüssen gegenüber dem Vorjahr dürfte damit zusammenhängen, dass wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten noch zugewartet werde oder die Corona-Massnahmen den Rekrutierungsprozess verzögert oder behindert hätten.

Deutlich mehr offene Lehrstellen als im Vorjahr gibt es demnach im Coiffeurgewerbe, in der Gastronomie und bei den Fachleuten Gesundheit. Im kantonalen Lehrbetriebsportal LENA sind derzeit insgesamt 1731 Lehrstellen offen, 4,5 Prozent mehr als 2019.

«Speed Datings» nach den Sommerferien

Damit möglichst alle Jugendlichen eine Anschlusslösung finden, haben die Kantone die Frist für Lehrvertragsabschlüsse bis zu den Herbstferien verlängert. Zudem erlaubt der Bund die Anstellung von neuen Lernenden auch bei Kurzarbeit.

Der Kanton Bern schafft gleichzeitig mehr Plätze und Klassen für das berufsvorbereitende Schuljahr. In den ersten zwei Wochen nach den Sommerferien sind «Speed-Datings» für Anbieter und Jugendliche geplant, die noch bis Herbst einen Lehrvertrag eingehen möchten.

SDA