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Die FDP zahlt den Preis für ihre Versäumnisse

Erstmals seit Gründung des Bundesstaats verliert der traditionsreiche Solothurner Freisinn sein Ständeratsmandat. Diese Nachricht ist weitaus interessanter als der Wechsel des Mandates zur CVP.

Ob Christdemokrat Pirmin Bischof oder FDP-Mann Kurt Fluri: Bezüglich Bundesratswahl oder wesentlicher politischer Weichenstellungen ist das gehupft wie gesprungen. In ihren Überzeugungen sind sich die beiden sehr ähnlich.

Hingegen lässt sich am Ausscheiden der FDP schon fast exemplarisch darstellen, dass die Liberalen derzeit teuer für Versäumnisse der Vergangenheit bezahlen müssen. Es ist schon richtig, dass der Solothurner Stadtpräsident Fluri im Gegensatz zu Bischof kein Hansdampf auf allen Medienkanälen ist. Aber damit ist seine Niederlage nur für jene hinreichend erklärt, die Politik vor allem als eine Frage des Selbstmarketings von Einzelfiguren interpretieren. Wer tiefer gräbt, wird schnell zum Ergebnis kommen, dass die Solothurner Freisinnigen ihr Mandat in den vergangenen zwanzig Jahren heruntergewirtschaftet haben, in denen sie den politischen Dünnbrettbohrer Rolf Büttiker bis weit über das Verfalldatum hinaus gewähren liessen.

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