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Aus Spass wurde Ernst

GC als Zürcher Stadtklub würde in Aarau etwa so viel Begeisterung auslösen wie die Vogel-Gryff-Clique an der Zürcher Fasnacht.

Der Vorschlag von Urs Linsi, Präsident des Grasshopper-Clubs, die Heimspiele seines Teams in der Super League künftig in Aarau, Winterthur oder St. Gallen auszutragen, hat eine seltsame Eigendynamik entwickelt. Hielt man ihn erst für eine ganz gewöhnliche Schnapsidee, weil Fussball ähnlich wie Medien oder Fasnachtscliquen von der lokalen Verankerung lebt, so wird er inzwischen ernsthaft diskutiert. Dabei würde GC als Zürcher Stadtklub in Aarau etwa so viel Begeisterung auslösen wie die Vogel-Gryff-Clique an der Zürcher Fasnacht.

Nicht dass Fussball in den Städten rund um Zürich nicht die Massen mobilisieren könnte, aber sie interessieren sich naturgemäss eher für ihre Heimvereine. Wenn diese Teams halbwegs erfolgreich spielen, wird sich die ganze Region für ihre Lokalklubs begeistern. Aber für das Farmteam GC ausserhalb der Stadt Zürich? Da könnte man selbst Gratiszüge und Gratisbier organisieren – es würde neben ein paar Scouts anderer Klubs nur eine verschwindend kleine Zahl hartgesottener GC-Fans den Weg dorthin finden. So hätte GC künftig nur noch Auswärtsspiele, was immerhin das Problem der fehlenden Stürmer entschärfen könnte.

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