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Fälliger Schritt

«Etliche Familien würden es begrüssen, wenn sich nun auch die Kantone zu einem grosszügigen Abzug durchringen könnten.»

Schon seit den 90er-Jahren erscheint die steuerliche Entlastung von Familien immer wieder auf der parlamentarischen Traktandenliste. Endlich zeichnet sich nun eine Lösung ab, nachdem der Ständerat als Erstrat einer entsprechenden Gesetzesänderung zugestimmt hat. Längst fällig ist der Schritt, weil die traditionelle Rollenverteilung mit der Frau am Herd endlich auch steuerrechtlich beseitigt werden muss. Tatsächlich wird die Berufstätigkeit beider Elternteile heute in vielen Fällen finanziell bestraft. So wies eine Studie der Universität St.Gallen 2006 nach, dass Kosten für externe Kinderbetreuung und höhere Steuerbeiträge das zusätzliche Erwerbseinkommen oft übersteigen. Der neue Steuerabzug und der Elterntarif tragen dazu bei, solche Fehlanreize zu beseitigen. Etliche Familien würden es begrüssen, wenn sich nun auch die Kantone zu einem grosszügigen Abzug durchringen könnten. Solche Steuererleichterungen fördern nicht nur eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit. Denn die Wirtschaft – das zeigt die demografische Entwicklung – wird in den kommenden Jahren zunehmend auf weibliche Arbeitskräfte angewiesen sein.

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