Zum Hauptinhalt springen

Leben in der Bude

«Eine Überraschung ist sie zweifellos, die Wahl des Publizisten Roger de Weck.»

Niemand hat erwartet, dass ausgerechnet einem Zeitungsjournalisten alter Schule die Leitung der SRG anvertraut wird, die gerade zum Schritt in ein neues Medienzeitalter ansetzt. Als Erneuerer hat sich de Weck bisher nicht hervorgetan. Vielmehr als Verteidiger eines verstaubten Qualitätsbegriffs, dem das Publikum abhanden kommt. Und als Prediger einer politischen Elite, die die Bevölkerung trotz ihrer Übermacht nicht für den Beitritt zur EU gewinnen konnte.

Der SRG ist zugutezuhalten, dass sie nach der dreissigjährigen Konkordanz-Herrschaft der CVP ein mutiges Zeichen gesetzt hat. Ob es das richtige Zeichen war, ist eine ganz andere Frage. Nach innen wird die Wahl de Wecks jene Kräfte bestärken, die sich bei Radio und Fernsehen selbst gegen einen moderaten Wandel stemmen. Niemanden wird es verwundern, wenn der Staatsfunk unter der wehenden Flagge seiner diversen Aufträge zum Wohl der Allgemeinheit auch künftig vor allem mehr Geld von selbiger einfordert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.