Moutiers Pro-Berner rufen zum Widerstand auf

Kanton Bern

Eine neue pro­bernische Gruppierung hat gestern im Berner Rathaus gefordert, Moutiers Kantonswechsel solle für ungültig erklärt werden.

Die probernische Gruppe «Moutier Résiste» findet, die Abstimmung vom 18. Juni 2017 müsse für ungültig erklärt werden.

Die probernische Gruppe «Moutier Résiste» findet, die Abstimmung vom 18. Juni 2017 müsse für ungültig erklärt werden.

(Bild: Keystone)

Rund vierhundert Mitglieder zählt die im Januar gegründete probernische Gruppe Moutier Résiste (Moutier widersteht) bereits. Zwar gehören ihr auch bernjurassische Grossräte und Grossrätinnen als Mitglieder an, in der Gruppe stimmberechtigt sind aber nur Bewohner und Bewohnerinnen von Moutier. Die Mitglieder des Leitungskomitees seien alle nicht politisch tätig, erklärte Komiteemitglied André Doriot.

Gestern präsentierte sich die Gruppe erstmals in Bern. Sie wählte dafür die Halle des Berner Rathauses, wo sie den Gross­rätinnen und Grossräten beim Verlassen der Session eine zweisprachige Broschüre mitgab. Auch der bernjurassische Re­gierungsrat Pierre Alain Schnegg (SVP) schaute kurz vorbei. Ko­miteemitglied Muriel Kaeslin forderte in einer kurzen Ansprache, dass die Abstimmung vom 18. Juni 2017, bei der Moutier knapp für einen Wechsel zum Kanton Jura votierte, für ungültig erklärt werden müsse. Nicht nur, weil es genug Hinweise auf Unregelmässigkeiten bei der Abstimmung gebe, gegen die bei der Statthalterin sieben Einsprachen hängig sind. Kaeslin warnte auch, dass die Separatisten sich mit Moutiers Abgang nicht zufriedengeben und weitere bernjurassische Gemeinden weglocken würden.

Eigentlich müssten die Proberner ihren Widerstand in Moutier, in der Debatte mit den Separatisten, kundtun. Ihr Auftritt in Bern macht insofern Sinn, als Moutier Résiste schon daran denkt, für ein Nein zu weibeln, wenn das ganze Bernervolk an der Urne Moutiers Kantonswechsel abschliessend gutheissen muss.

svb

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