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Anlagen dicht wegen CoronaMuri entlastet die Vereine

Weil die Hallen und Anlagen wegen Corona geschlossen waren, verlangt die Gemeinde Muri von den Vereinen im 2020 nur die Hälfte der Gebühren.

Anlagen wie die Mooshalle (im Bild) blieben in Muri fast drei Monate lang geschlossen.
Anlagen wie die Mooshalle (im Bild) blieben in Muri fast drei Monate lang geschlossen.
Foto: Manuel Zingg

Es war eine von vielen Folgen des Lockdown: Als der Bundesrat Mitte März den Notstand ausrief, hatte dies auch Auswirkungen auf die Gemeindeinfrastruktur in Muri. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wurden sämtliche Sporthallen, die Sportanlage Füllerich, das Lehrschwimmbecken sowie der Mattenhofsaal geschlossen.

Zwar wurden die Anlagen im Zuge der Lockerungen Anfang Sommer wieder schrittweise geöffnet. Für viele Vereine war die «ausserordentliche Lage» aber dennoch ein herber Schlag. Nicht nur Trainings fielen ins Wasser, auch Anlässe, Spiele und teilweise Meisterschaften konnten nicht mehr veranstaltet werden.

30 000 Franken Verzicht

Um den Schaden bei den ohnehin schon gebeutelten Vereinen in Grenzen zu halten, erlässt der Gemeinderat ihnen die Gebühren von einem halben Jahr - von März bis September 2020. Die Gemeinde ist bereit, dadurch auf Einnahmen von rund 30 000 Franken zu verzichten.

Das Parlament hat der Hilfsmassnahme am Dienstagabend ausnahmslos zugestimmt - obwohl ein Teil des Rats sich ursprünglich einen noch grosszügigeren Erlass erhofft hatte. So hatte die FDP zunächst verlangt, dass die Gebühren fürs ganze Corona-Jahr 2020 erlassen werden, war letztlich aber einverstanden mit dem Kompromiss des Gemeinderats. «Damit unterstützen wir unsere Vereine in ihrem weiteren Bestehen», sagte Parlamentarier Ronald Buff (FDP).

SP scheitert mit Vorstoss

Noch weiter ging eine Forderung der SP. Die Partei verlangte, dass Vereine und gemeinnützige oder politische Organisationen der Gemeinde künftig komplett von Gebühren befreit werden sollen. Vereine würden der Gemeinde schliesslich gesellschaftlich, kulturell und sportlich Leben einhauchen, argumentierte Eva Schmid. «Die Mindereinnahmen sind für unsere Gemeinde ausserdem verkraftbar.»

Den Bürgerlichen und dem Forum ging das aber zu weit. «Man kann erwarten, dass die Konsumenten unserer Top-Anlagen auch etwas dafür bezahlen», fand Adrian von Gunten (SVP). Was nichts koste, sei auch nichts Wert, so der Tenor. Der Vorstoss blieb chancenlos.