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Impf-SelfiesMuss das sein?

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis zeigte beim Impfen viel behaarte Haut. Das ist ziemlich plump. Eine Stilkritik für Politiker, die ein Impf-Selfie planen.

Impfung mit «Wow-Effekt»: Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis immunisiert sich am 18. Januar gegen Covid-19.
Impfung mit «Wow-Effekt»: Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis immunisiert sich am 18. Januar gegen Covid-19.
Foto: Yannis Kolesidis (AP/Keystone)

Mit den Impfstoffen gegen Covid-19 ist ein neues fotografisches Genre entstanden, nämlich jenes des Politiker-Impf-Schnappschusses.

Als wäre das Leben für einen Politiker im mittleren Lebensalter nicht schon schwer genug, schreibt eine Kolumnistin der britischen «Times», müsse er sich nun auch noch überlegen, ob und wie er sich beim Impfen fotografieren lasse.

Arrogant, elitär, schamlos sei es, derart vorzupreschen und es dann auch noch zu dokumentieren.

Die Frage des «ob» stellt sich auch für Politikerinnen, und der Grund für eine Fotografie oder ein Selfie ist klar: Man demonstriert der Bevölkerung, dass sie sich vor dem Impfen nicht fürchten soll. Beim «wie» ist der Spielraum für Frauen aus naheliegenden Gründen enger als für Männer.

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