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Galenica baut umNeue Leiterin für den grössten Schweizer Apothekenbetreiber

Die Berner Galenica-Gruppe will das Onlinegeschäft ihrer Apotheken ausbauen. Eine 41-jährige Managerin steigt in die Konzernleitung auf.

Virginie Pache Jeschka leitet bislang die Coop-Vitality-Apotheken, künftig die gesamte Apothekensparte von Galenica.
Virginie Pache Jeschka leitet bislang die Coop-Vitality-Apotheken, künftig die gesamte Apothekensparte von Galenica.
Foto: pd

Acht Monate nach Amtsantritt kündigt Galenica-Chef Marc Werner einen Konzernumbau an. Per 1. Januar 2021 soll die Organisation und Führungsstruktur konsequenter auf die Kunden ausgerichtet und das Apothekengeschäft sowohl stationär als auch online gestärkt werden.

Galenica forciert damit das Onlinegeschäft, welches Konkurrenten wie die Thurgauer Gruppe Zur Rose bereits erfolgreich ausgebaut haben. In diesem Zusammenhang wird die Geschäftsleitung ergänzt mit Virginie Pache Jeschka.

Die 41-Jährige wird neue Leiterin des Apothekengeschäfts von Galenica, zu dem unter anderem die Ketten Amavita und Sun Store gehören. Pache Jeschka leitet seit 2018 die von Galenica gemeinsam mit dem Detailhändler Coop betriebenen Coop-Vitality-Apotheken.

Bislang wurde das Apothekengeschäft von Daniele Madonna geleitet. Seine Sparte Retail wird nun aufgeteilt. Zu dieser gehörten neben den Apotheken auch die Interlakner Arzneimittel-Herstellerin Bichsel, die Therapiebegleiterin Mediservice und Careproduct, ein Vertreiber von Rollatoren und anderen Hilfsmitteln. Daniele Madonna leitet künftig die neue Konzerneinheit Healthcare.

Eher wachsen als Stellen abbauen

Konzernchef Marc Werner will mit flacheren Hierarchien die Zusammenarbeit fördern und erleichtern. Neue Produkte und Dienstleistungen sollen so rascher entwickelt und auf den Markt gebracht werden können.

Zudem sollen Synergien und Effizienzsteigerungen erzielt werden. Was heisst das für den Personalbestand und die Anstellungsbedingungen? Galenica-Sprecher Julian Stressig betont, das primäre Ziel der Gruppe sei es, weiter zu wachsen und nicht Stellen abzubauen. Um die Effizienz zu steigern, könne es aber sein, dass einerseits gewisse Doppelspurigkeiten abgebaut werden. Andererseits würden aber auch neue Kompetenzen aufgebaut.

Die Detailorganisation werde bis Ende März 2021 erarbeitet. Für eine grosse Mehrheit der rund 7000 Mitarbeitenden werde sich aus heutiger Sicht grundlegend nichts verändern, kündigt Strssig an. «Die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen bleiben grundsätzlich unverändert.»

1 Kommentar
    Hugo Müller

    Viel Erfolg mit dem online Geschäft.... das wird aber nicht funktionieren. Die Leute bestellen z.B. Aspirin direkt in Deutschland. 50mg (20 stk) kosten 6.01 EURO.