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Eigertour nach dem 1. RenntagZehn Mann in Front

Am ersten Tag des Gleitschirm-Biwakrennens Eigertour sind zehn Piloten bereits in der Wildstrubelhütte angekommen.

Erste zu besuchende Hütte: Das Berghotel Faulhorn. Im Hintergrund ist der Brienzersee zu sehen.
Erste zu besuchende Hütte: Das Berghotel Faulhorn. Im Hintergrund ist der Brienzersee zu sehen.
Foto: Bruno Petroni

Mit Tempo Teufel ging es los am ersten Renntag der 3. Eigertour, dem 300 Kilometer langen Gleitschirmrennen quer durch das Berner Oberland. Bereits eineinhalb Stunden nach dem Start im Dorfzentrum von Grindelwald trafen der Frutiger Sepp Inniger und Hannes Kämpf (Interlaken) gemeinsam auf dem Faulhorn (2681 m) ein, landeten auf der steilen Alpwiese unter dem Berghotel, schossen rasch das von der Jury geforderte Selfie als Beweismittel und machten sich keine zwei Minuten später bereits wieder auf und davon in Richtung Schilthornhütte und Niesen – die nächsten der insgesamt 14 Wendepunkte. Auch der zweifache Sieger Chrigel Maurer liess nicht lange auf sich warten. Das restliche 70-köpfige internationale Starterfeld folgte nach ihm dicht gedrängt – es war etwas los auf dem Faulhorn.

Bald schon zog der «Oberländer Dreizack», der aus den drei genannten Favoriten besteht, geschlossen Richtung Niesen, wo sie denn kurz vor der Abschattung der Ostflanke noch gerade mit genügend Thermik im Gipfelbereich landen konnten. Im letzten Moment, denn sämtliche Verfolger tauchten ab und mussten im Bereich der Zwischenstation Schwandegg oder auf der Alp Oberniesen landen und zu Fuss zum Gipfel aufsteigen; somit verloren sie wertvolle Zeit auf das Spitzentrio.

Kämpf kämpft unglücklich

Bis zum Abend gelang es aber acht Athleten des Verfolgerfeldes, wieder den Anschluss zu finden. Und so fanden sich bis zum Kontrollschluss um 21 Uhr die sechs Schweizer Chrigel Maurer, Sepp Inniger, Michael Moratti, Sebastian Schlegel, Steve Bramfitt, René Mühlemann und Christoph Fässler gemeinsam mit dem Polen Michel Gierlach, dem Österreicher Thomas Friedrich und dem Tschechen Stanislav Mayer alle in der 2793 Meter über Meer liegenden Wildstrubelhütte ein, wo sie fürs Übernachten eincheckten.

Das 22-jährige Jungtalent Hannes Kämpf aus Interlaken fehlt jedoch in der Wildstrubelhütte. Zu Rennbeginn mit Sepp Inniger in Front, hatte er nach dem Start auf dem Niesen Pech in der Routenwahl, verlor an Höhe und musste vorzeitig landen. Er befindet sich zum Kontrollschluss mit neun Kilometern Rückstand auf die Spitze auf dem 13. Zwischenrang.

Jetzt gehts in die Vollen

Der Donnerstag verspricht viel Spannung. Die führenden neun Athleten müssen ab 5.30 Uhr morgens als nächstes die Cabane de la Videmanette, das Berghaus Sanetsch und Betelberg ansteuern, ehe es via Lötschenpass- und die Blüemlisalp und Rotstockhütte (Sefinental) wieder zurück in den Osten des Berner Oberlandes zurück geht. Da für Donnerstag mit noch besserer Thermik zu rechnen ist, dürfte ein spannendes Rennen in den Lüften bevorstehen.

Die Athleten der Eigertour sind im Livetracking rund um die Uhr zu beobachten: www.eigertour.rocks

Start des 70-köpfigen Eigertour-Trosses auf dem Dorfplatz von Grindelwald.
Start des 70-köpfigen Eigertour-Trosses auf dem Dorfplatz von Grindelwald.
Foto: Bruno Petroni
Motiviert und in Fürhung: Sepp Inniger startet vom Faulhorn.
Motiviert und in Fürhung: Sepp Inniger startet vom Faulhorn.
Foto: Bruno Petroni
René Mühlemann ist in der Spitzengruppe mit dabei. Hier erreicht der Interlakner zu Fuss den Niesen.
René Mühlemann ist in der Spitzengruppe mit dabei. Hier erreicht der Interlakner zu Fuss den Niesen.
Foto: Bruno Petroni
Hannes Kämpf startet vom Niesengipfel. Man beachte die instabile Form des Gleitschirms - da würde jeder Fluglehrer einen Schüttelfrost kriegen.
Hannes Kämpf startet vom Niesengipfel. Man beachte die instabile Form des Gleitschirms - da würde jeder Fluglehrer einen Schüttelfrost kriegen.
Foto: Bruno Petroni
Eigertour-Romantik: Ein Pilot der Challenge-Kategorie nach dem abendlichen Start vom Niesen, mit Thun im Hintergrund.
Eigertour-Romantik: Ein Pilot der Challenge-Kategorie nach dem abendlichen Start vom Niesen, mit Thun im Hintergrund.
Foto: Bruno Petroni