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Auferstanden aus Ruinen

Ostalgiker feiern den 70. Jahrestag der DDR-Gründung – und reden sich die Diktatur schön.

«Es gibt keine Zukunft ohne Nachdenken über den Sozialismus»: Hans Modrow, letzter Ministerpräsident der DDR, an der «Alternativen Einheitsfeier 2019». Foto: Thomas Grabka

«Es gibt keine Zukunft ohne Nachdenken über den Sozialismus»: Hans Modrow, letzter Ministerpräsident der DDR, an der «Alternativen Einheitsfeier 2019». Foto: Thomas Grabka

Vincenzo Capodici@V_Capodici

30 Jahre nach dem Berliner Mauerfall lebt die DDR in vielen Köpfen und Herzen weiter. Und in der Erinnerung wird der Sozialismus mit jedem Jahr schöner. «Ich hatte das Glück, auf dem Boden der DDR geboren worden zu sein», sagt Anja Mewes, Vorsitzende der Friedensglockengesellschaft Berlin. Inzwischen ist sie 61 Jahre alt, ihr Vater war ein Angehöriger der Nationalen Volksarmee (NVA), «ein Soldat des Friedens», wie sie betont. Mewes spricht vor Gleichgesinnten, alles DDR-Nostalgiker, an der «Alternativen Einheitsfeier 2019» im vollbesetzten Bürgerhaus von Neuenhagen bei Berlin. 500 Menschen sind an diesem 7. Oktober zusammengekommen: Sie feiern den 70. Jahrestag der Gründung der DDR, «des ersten deutschen Friedensstaates».

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