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Berner Regierung redet dem Berner Marsch das Wort

Eine Grossrätin wollte wissen, ob der «Berner Marsch» mit seinem martialischen Text an offizielle Feiern gehöre. Der Regierungsrat verwies an die einzelnen Veranstalter.

Der «Berner Marsch» ist auch an Dorffesten beliebt (Symbolbild).
Der «Berner Marsch» ist auch an Dorffesten beliebt (Symbolbild).
Daniel Fuchs

Der Berner Marsch beschäftigt wieder einmal die Politik. Die schmissige Melodie mit martialischem Text beflügelt gelegentlich Abgeordnete zu Vorstössen und Anfragen. Dieses Mal griff Grossrätin Simone Machado Rebmann (GPB-DA) zur Feder.

Ob es denn für den Kanton weiterhin vertretbar sei den Marsch mit seinem martialischen Text an offiziellen Festen aufzuspielen, wollte die Grossrätin im Rahmen der grossrätlichen Fragestunde wissen.

Sie verwies beispielsweise auf die sechste Strophe des Liedtextes, wo es heisst: «Träm, träm, trädiridii, Bis zm Tod mues gestritte sy! Üser Buebe müesse sage: ‹Sie sy gstorbe üseretwäge.›»

Der Regierungsrat hält in seiner Antwort am Aufspielen des Marsches fest: Die einprägsame Melodie habe eine lange Tradition. Dazu komme, dass der Text sehr selten gesunden werde.

Da der Marsch aber keine offizielle Hymne sei, bestehe keine protokollarische Pflicht, das Stück an bestimmten Anlässen zu spielen. Der Entscheid liege bei den Organisatoren der Feierlichkeiten.

Der Berner Marsch war schon mehrfach Thema im Grossen Rat, so auch im Jahr 2000 als eine SP-Grossrätin einen neuen, würdigeren Marsch forderte, der neuen Werten angepasst sei. Der Berner Marsch sei ein richtiger «Kriegsruf».

Die Forderung hatte allerdings einen schweren Stand und trug der Grossrätin auch noch Kritik ein, das Parlament mit Nichtigkeiten zu beschäftigen.

SDA/nik

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