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Der Wunsch nach Kontinuität

Unihockey: Der UHC Thun startet am Sonntag in die NLB-Saison und möchte in der vorderen Tabellenhälfte mitmischen.

Alle Jahre wieder muss sich die Vereinsführung des UHC Thun auf Trainersuche machen. Nach Kontinuität klingt dies nicht. Dabei ist der Stamm der ersten Mannschaft seit längerer Zeit immer derselbe. Das Potenzial für Erfolg vorhanden. Und dennoch wird man den Eindruck nicht los, dass die Equipe nicht immer das Maximum aus seinen Möglichkeiten herausgeholt hat.

Es ist nicht einfach, einen ausgewiesenen Trainer ins Berner Oberland zu locken. Diesmal, so scheint es auf den ersten Blick, ist den Thunern der grosse Wurf aber gelungen. Mit Roger Gerber wurde ein Mann verpflichtet, der als Aktiver eine ansprechende Karriere hingelegt hatte. Er spielte neun Saisons in der höchsten nationalen Liga bei Alligator Malans, Rotweiss Chur und Rychenberg Winterthur. Hinzu kommen 40 Einsätze für das Schweizer Nationalteam.

Als Trainer ist der 31-Jährige allerdings ein Neuling. Im Erwachsenen-Unihockey ist es Gerbers erste Saison als Cheftrainer. Er übernahm eine Mannschaft, die im letzten Jahr überraschend bereits im Playoff-Viertelfinal gescheitert war, dessen ungeachtet aber wohl zu den besten der Nationalliga B gehört. Dementsprechend lautet das Saisonziel Top 4, wobei sich Roger Gerber nicht so gerne auf nummerische Vorgaben einlässt. «Mein persönliches Ziel ist, dass wir als Team Fortschritte machen. Ich erwarte, dass wir in vier Monaten stärker sind als jetzt.»

Fünf Zuzüge

Die Equipe hat keinen einzigen gewichtigen Abgang zu verkraften. Dafür konnten fünf interessante Spieler verpflichtet werden. Goalie Dimitri Vermaat stammt aus den eigenen Junioren, Dominic Rothen und Marcel Obi kamen vom Erstligisten Höfen, Adrian Saurer spielte letzte Saison bei den U-21-Junioren von Floorball Köniz und Simon Stauffer in dessen Fanionteam in der Mobiliar League.

«Wir verfügen jetzt über drei ausgeglichene, starke Linien», sagt Trainer Gerber. Aus diesem Grund konnten es sich die Thuner auch leisten, auf den Zuzug von Ausländern zu verzichten. Zwei Finnen wurden zwar getestet, jedoch nicht engagiert. «Derartige Aktionen bringen langfristig nichts. Es wäre schade gewesen, zwei einheimischen Spielern den Platz im Team auf diese Art wegzunehmen.» In Thun möchte man nämlich die Kontinuität fördern. Demnach wäre es natürlich wünschenswert, dass ein Trainer mehr als nur eine Saison durchhält. Sportlich gesehen möchten sich die Thuner an der Spitze der zweithöchsten Liga etablieren – und vielleicht irgendwann mal den Aufstieg in die Mobiliar League wagen.

«Wo wir derzeit stehen, kann ich nicht genau sagen. Ich habe mich mit den Gegnern nicht intensiv befasst», sagt Gerber. Der UHC Thun will sich auf die eigenen Stärken konzentrieren. Dies aus der Überzeugung, dass die Equipe sich vor keinem Gegner fürchten muss. In der Vorbereitungsphase wurde mit den Tigers Langnau auch ein Team der höchsten Liga bezwungen. Ärgerlich war die knappe Niederlage gegen das ebenfalls oberklassige Zug im Schweizer Cup.

Zum Saisonstart gastiert mit Zürisee ein Aufsteiger in der Mur-Halle. Die Begegnung wird somit gleich zu einer interessanten Standortbestimmung, der Gegner hat einige ehemalige Cracks in seinen Reihen. Das erste Abenteuer der neuen Saison beginnt am Sonntag um 20 Uhr. Stephan Dietrich>

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