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Lara Gut schafft es aufs Podest

Auch die zweite Weltcup-Abfahrt in Lake Louise wird eine Beute von Ilka Stuhec. Die Slowenin triumphiert mit elf Hundertsteln Vorsprung vor Lara Gut. Corinne Suter wird Vierte.

Erster Podestplatz in Lake Louise: Lara Gut muss sich in der zweiten Abfahrt nur einer Fahrerin geschlagen geben.
Erster Podestplatz in Lake Louise: Lara Gut muss sich in der zweiten Abfahrt nur einer Fahrerin geschlagen geben.
Jeff McIntosh, Keystone
Doppelsieg: Die Slowenin Ilka Stuhec triumphiert auch in der zweiten Abfahrt in Kanada.
Doppelsieg: Die Slowenin Ilka Stuhec triumphiert auch in der zweiten Abfahrt in Kanada.
Jeff McIntosh, Keystone
Den weiteren Schweizerinnen läuft es nicht optimal. Fabienne Suter (im Bild) stürzte, Priska Nufer und Denise Feierabend schaffen es nicht in die besten 30.
Den weiteren Schweizerinnen läuft es nicht optimal. Fabienne Suter (im Bild) stürzte, Priska Nufer und Denise Feierabend schaffen es nicht in die besten 30.
Jonathan Hayward, Keystone
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Im 15. Anlauf klappte es für Lara Gut in Lake Louise endlich mit der erhofften Top-3-Platzierung in der Abfahrt. Die Tessinerin erwischte zwar erneut keine ideale Fahrt und geriet im Steilhang deutlich zu tief. In diesem Abschnitt büsste sie denn auch die entscheidende Zeit auf Stuhec ein. Dennoch reichte es der Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison zu ihrem 35. Podestplatz im Weltcup, dem elften in der Abfahrt.

«In der Vergangenheit wusste ich nach der Zieldurchfahrt in Lake Louise nie, ob ich schnell unterwegs gewesen war oder nicht. Heuer machte ich an beiden Tagen zwar Fehler, doch ich wusste, dass ich trotzdem schnell war.» Gut trauerte denn auch keineswegs dem knapp entgangenen zweiten Saisonsieg (nach Sölden) nach: «Ich bin lieber Zweite und weiss, dass es an meiner Fahrt lag, als ganz oben auf dem Podest zu stehen und nicht zu wissen, weshalb.» Zudem habe sie nach den zwei ersten Abfahrten einer Saison «noch nie so viele Punkte geholt. Alles ganz positiv also.»

Corinne Suters Steigerung

Die angestrebte deutliche Verbesserung gelang auch Corinne Suter, die am Samstag mit Startnummer 3 wie die anderen ganz vorne klassierten Fahrerinnen von den besseren Bedingungen zu Rennbeginn profitierte. Der 22-jährigen Schwyzerin fehlten 0,54 Sekunden zu Stuhec und nur elf Hundertstel zur drittklassierten Ungarin Edit Miklos, die seit dieser Saison vom Berner Stefan Abplanalp trainiert wird. Corinne Suter zeigte gut 24 Stunden nach ihrem 20. Rang eine entschlossene Fahrt, womit sie sich um nicht weniger als 16 Positionen und damit zu ihrem besten Weltcup-Ergebnis der Karriere steigerte. Vor Jahresfrist hatte die zweifache Junioren-Weltmeisterin von 2014 (Abfahrt und Super-G) in Lake Louise als Sechste in der Abfahrt erstmals bei der Elite für Aufsehen gesorgt. Zwei Wochen später in der Abfahrt von Val d'Isère wurde sie gar Fünfte.

Für Fabienne Suter resultierte abermals eine Enttäuschung. Am Freitag hatte sich die routinierte Schwyzerin früh im Rennen eine Skikante beschädigt, worauf sie nur 44. geworden war. Tags darauf stürzte die Vorjahres-Zweite - nach immerhin etwas besserer Fahrt - im unteren Teil ohne Verletzungsfolge. Priska Nufer und Denise Feierabend verloren über vier Sekunden auf die Spitze und blieben auch am zweiten Tag weit ausserhalb der Top 30. Die am Freitag gestürzte Joana Hählen startete wegen den erlittenen Prellungen nicht zur zweiten Abfahrt. Die Bernerin wird auch den Super-G am Sonntag (Start 19.00 Uhr Schweizer Zeit) nicht bestreiten können.

Stuhec in Vonn-Manier

«Es war mein erster Sieg, aber hoffentlich nicht mein letzter», hatte Ilka Stuhec am Freitag gesagt. Gleich bei erster Gelegenheit sorgte die 26-Jährige für die eindrucksvolle Bestätigung - Doppelsiege in Lake Louise feiert ansonsten die heuer wegen einer Oberarmverletzung fehlende Amerikanerin Lindsey Vonn. Hatte Stuhec am Freitag mit der Nummer 29 triumphiert, so lieferte sie tags darauf die beste Fahrt mit der 4 ab. Gut lobte danach die Junioren-Abfahrtsweltmeisterin von 2008: «Ich mags ihr gönnen. Wir kennen uns seit vielen Jahren. Sie fuhr schon bei den Juniorinnen sehr stark. Nach Verletzungen war der Weg zurück für sie lang. Doch Ilka beweist, dass man das Ski fahren nicht verlernt.»

FIS-Renndirektor Atle Skaardal hatte sich entschlossen, die zweite Abfahrt vom tiefer gelegenen Super-G-Start durchzuführen. Mit der Verkürzung um rund 600 m und 20 Fahrsekunden wollte der Norweger verhindern, dass im obersten, windanfälligen Streckenteil für die Fahrerinnen wie am Freitag unterschiedliche Bedingungen herrschten. Wegen einer schnell nahenden Wetterfront erreichte Skaardal sein Ziel dennoch nicht. Trotzdem zeigte die erst mit der Nummer 31 gestartete Slalom-Dominatorin Mikaela Shiffrin mit dem 13. Rang in ihrer erst zweiten Weltcup-Abfahrt eine überzeugende Leistung.

Resultate

SDA/lif

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