Koller verlässt BRB – Suter übernimmt per sofort

Brienz

Direktor Simon Koller verlässt die Brienz-Rothorn-Bahn nächsten Frühling, sein Stellvertreter Pascal Suter übernimmt die Leitung aber per sofort. Die Gründe des Abgangs werden nicht kommuniziert.

Simon Koller gibt die operative Leitung der BRB per sofort ab.

Simon Koller gibt die operative Leitung der BRB per sofort ab.

(Bild: Beat Jordi)

Überraschender Wechsel an der Spitze der weit über hundertjährigen Dampfbahn aufs Brienzer Rothorn: «Simon Koller verlässt die BRB», titelt eine Medienmitteilung, die der Verwaltungsrat der Brienz Rothorn Bahn (BRB) AG am Donnerstagmittag verschickt hat. Der Direktor, gebürtiger Churer, verlässt das Unternehmen nach 15 Jahren im Frühling 2020. Die operative Leitung der BRB gibt er indes bereits jetzt ab.

«Der stellvertretende Direktor Pascal Suter wird das Unternehmen ab sofort interimistisch leiten», heisst es im Communiqué. Weshalb übernimmt der Kaufmännische Leiter die Geschicke der Zahnradbahn nur wenige Tage vor Ende der Hauptsaison am 20. Oktober? Verwaltungsratspräsident Peter Flück sagt auf Anfrage: «Eine Freistellung bei einer Trennung auf dieser Stufe ist ein Prozess, der gang und gäbe ist.»

Dank für die Verdienste

Die Frage, ob die Kündigung seitens des Unternehmens oder des Arbeitnehmers erfolgt sei, lässt Flück mit Verweis auf die Mitteilung offen. «Über die Gründe des Abgangs von Simon Koller wurde Stillschweigen vereinbart», heisst es dort. Der Präsident bittet, dies zu respektieren – auch dem Mitarbeiter gegenüber. Dass Unstimmigkeiten oder gar Ungereimtheiten zur Trennung geführt haben könnten, lässt sich mit Blick auf die ausführlichen Dankes- und Lobesworte fast schon ausschliessen.

Es sei ihm ein Anliegen, so der VR, dem scheidenden Direktor «einen grossen Dank» auszusprechen. «Simon Koller hat die Bahn durch eine lange, intensive Zeit geführt, und seine grosse Begeisterung für die Traditionsbahn war jederzeit spürbar.» Gewürdigt wird speziell auch der «grosse Ausbau» des Vereins Dampffreunde Brienz-Rothorn-Bahn. Der Verein habe so einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der Sanierung der Gleise leisten können. «Diese Gesamtsanierung ist nach zehnjähriger Aktivität nun weitestgehend abgeschlossen.»

Die Direktorenstelle wird nicht sofort ausgeschrieben. Laut Peter Flück will sich der Verwaltungsrat nun etwas Zeit lassen und mit der Geschäftsleitung definieren, wie es weitergeht. «Wir sind sehr gut aufgestellt, verfügen über ein motiviertes Team und mit Pascal Suter, Daniel Schädeli und Bruno Zurbuchen über eine Top-Geschäftsleitung.» Die BRB, die im Winter 20 Festangestellte und im Sommer 70 Personen beschäftigt, blicke darum der nächsten Saison «sehr positiv» entgegen, so Flück.

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