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Mehr als 300'000 Personen beziehen Ergänzungsleistungen

Wer in der Schweiz eine AHV- oder IV-Rente bezieht, hat Anrecht auf Ergänzungsleistungen, falls er in bescheidenen Verhältnissen lebt. So möchte die Politik dafür sorgen, dass ein zu Hause lebender Alleinstehender insgesamt auf ein Einkommen von etwa 34'000 Franken pro Jahr kommt. Bei einem Ehepaar sind es rund 48'000 Franken. Wer im Heim wohnt, bekommt deutlich mehr, um das Heim zahlen zu können.

Die Bezugsquoten unterscheiden sich von Kanton zu Kanton stark. Unter den AHV-Rentnern erhalten im Kanton Zug nur 7,2 Prozent Ergänzungsleistungen. Im Tessin sind es mit 19,4 Prozent fast dreimal so viele. Die Statistik des Bundesamts für Sozialversicherungen zeigt auch bei den IV-Rentnern grosse Differenzen (Stand Ende 2013). So bezieht in Appenzell Innerrhoden jeder Dritte Ergänzungsleistungen (33,2 Prozent). In Basel-Stadt sind es dagegen mehr als die Hälfte aller IV-Rentner (56,9 Prozent).

Insgesamt erhalten 300'700 Personen Ergänzungsleistungen. Das sind 16,1 Prozent respektive ein Sechstel aller AHV- und IV-Rentner. Im Durchschnitt beziehen die EL-Bezüger jährlich 15'000 Franken. Darin noch nicht eingerechnet sind die Krankenkassenprämien, die der Staat für die EL-Bezüger übernimmt. Vergütet wird allerdings nicht die effektive Prämie, sondern ein Pauschalbetrag in der Höhe der Durchschnittsprämie in der entsprechenden Region. Dies will der Kanton Nidwalden nun mit einer Standesinitiative ändern und tiefere Prämien vergüten. Iwan Städler

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