Musikschule: Präsident Ueli Studer tritt zurück

Köniz

Ueli Studer ist nicht mehr länger Präsident der Musikschule Köniz. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sei für ihn nicht mehr akzeptabel.

Ueli Studer ist als Vereinspräsident der Musikschule Köniz zurückgetreten.

Ueli Studer ist als Vereinspräsident der Musikschule Köniz zurückgetreten.

(Bild: Raphael Moser)

Die Misstöne aus der Musikschule Köniz sind zurück: Wie der «Bund» gestern online berichtete, ist Ueli Studer als Vereinspräsident zurückgetreten. Die Zeitung stützt sich auf ein Schreiben, in dem über den Rücktritt informiert wird. «Für Studer ist die Zusammenarbeit mit der Gemeinde nicht mehr akzeptabel», heisst es darin.

Die Unstimmigkeiten zwischen Studer und der Gemeinde überraschen insofern, als der frühere SVP-Gemeindepräsident Studer im Mai noch von einer «guten Vertrauensbasis» sprach. Damals hatten die beiden Parteien den neuen Leistungsvertag unterzeichnet und damit die weitere Zusammenarbeit bekräftigt.

Offenbar konnte sich Studer mit den strengeren Bedingungen aber nicht anfreunden. Diese verlangten von der finanziell angeschlagenen Musikschule einen effizienteren Betrieb. Konkret hatte das Parlament 2018 entschieden, nicht mehr bedingungslos Geld in die kriselnde Schule zu pumpen. Es sprach sich dagegen aus, auf die Rückzahlung eines Darlehens von 125'000 Franken zu verzichten.

Stattdessen verlangte es von der Institution, das Geld bis 2020 zurückzuzahlen. Die Musikschule erhöhte daraufhin die Unterrichtskosten. Gleichzeitig bezeichnete Studer, der das Präsidium 2017 in der Not übernommen hatte, den Aufruf des Parlaments zu mehr Wirtschaftlichkeit als «hehre Forderung».

Der Könizer Gemeinderat Hans-Peter Kohler (FDP) will Studers Rücktritt nicht zu viel Gewicht beimessen. «Dadurch bricht kein Notstand aus», zitiert ihn der «Bund». Die Musikschule verfüge über die liquiden Mittel, die sie brauche. Studer wollte sich gegenüber der Zeitung nicht äussern.

cha

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