Porzi-Areal: Die Weichen sind noch nicht gestellt

Chantal Desbiolles, Leiterin Ressort Emmental-Oberaargau, zur Vorgehensweise bei der Umgestaltung des Langenthaler Porzi-Areals.

Chantal Desbiolles

Das neue Langenthaler Subzentrum, das auf dem Areal der früheren Porzellanfabrik heranwachsen soll, entsteht nicht von heute auf morgen. Es soll gemeinsam über die nächsten drei Jahrzehnte hinweg entwickelt werden:

Was das Modell zeige, sei nicht zwingend das, was auf dem Areal der Porzi entstehen werde. Sondern lediglich Abbild dessen, was entstehen könnte.

Diese Botschaft verbreitete die Planergemeinschaft Porzi, als die Ergebnisse der Testplanung letzte Woche präsentiert wurden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die präsentierte «Vision» nicht eine vage Vorstellung ist, sondern vielmehr eine klare Strategie des Mehrheitseigners.

Während des vorgängigen Mediengesprächs machte Architekt Daniel Kündig denn auch deutlich, dass mit dem Konjunktiv nicht gemeint sein könne, «dass da ein Hochbau im Modell einfach verschwinden wird».

Dass zur selben Zeit erste Kündigungen aufgegleist worden sind, beweist: Die Investoren wollen vorwärtsmachen. Dass sie mit diesem Fait accompli unter den kritischen Zuhörern und Mieterinnen letzte Woche ihre Glaubwürdigkeit vollends verloren haben, dürfen sie nicht unterschätzen. Dessen muss sich auch der Gemeinderat bewusst sein, der die Transformation unterstützt.

Denn die Weichen für das neue Quartier stellt nicht die BLS, sondern vielmehr die Langenthaler Bevölkerung. Und sie wird intransparentes Vorgehen nicht goutieren.

Langenthaler Tagblatt

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