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Schweden führt wieder Grenzkontrollen ein

«Gefahr für die öffentliche Ordnung»: Mit Kontrollen an den Grenzen will Schweden dem grossen Flüchtlingsandrang entgegenwirken.

«Rekordzahl»: Flüchtlinge an der schwedischen Grenze. (3. November)
«Rekordzahl»: Flüchtlinge an der schwedischen Grenze. (3. November)
Keystone

Schweden führt wegen der Flüchtlingskrise Grenzkontrollen ein. Die «Rekordzahl» eintreffender Flüchtlinge stelle eine «Gefahr für die öffentliche Ordnung» dar, teilte die Regierung in Stockholm mit.

Es handle es sich um eine vorübergehende Massnahme, sagte Innenminister Anders Ygeman vor den Medien. Angesichts der Einschätzungen von Polizei sowie den Behörden für Zivilschutz und Einwanderung sei dieser Schritt erforderlich. «Schweden ist das Land, das die grösste Verantwortung für die Flüchtlingskrise übernommen hat», sagte Ygeman. «Die anderen Länder müssen auch ihre Verantwortung übernehmen.»

Über Deutschland nach Schweden

Flüchtlinge aus Südeuropa erreichen Schweden unter anderem über Deutschland, von wo es mehrere Fährverbindungen in das skandinavische Land gibt. Berlin hat wegen der Krise Kontrollen an der österreichisch-bayerischen Grenze wiedereingeführt.

Schweden ist neben Deutschland besonders stark von der Einwanderungswelle betroffen und hat ebenfalls ein vergleichsweise liberales Asylrecht.

Der Staat ist Mitglied des Schengen-Raumes, in dem es normalerweise keine Grenzkontrollen mehr gibt. Das kontrollfreie Reisen hat in Skandinavien aber eine längere Tradition als im Rest Europas: Die nordischen Staaten verständigten sich darauf bereits in den 1950er Jahren.

AFP

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