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Wenn sich die Lawine nicht an Regeln hält

Knapp an einer Katastrophe vorbei: Am Samstag ging eine Lawine gefährlich nahe beim Skigebiet Pizol ab. Wie die Pisten gesichert werden und wo grosse Staublawinen vorkommen.

Eine Staublawine führt zu gewaltigen Luftdruckschwankungen, die als Druckwelle wahrgenommen werden. An der Front wurden schon Drücke bis zu 80 Tonnen pro Quadratmeter gemessen.
Eine Staublawine führt zu gewaltigen Luftdruckschwankungen, die als Druckwelle wahrgenommen werden. An der Front wurden schon Drücke bis zu 80 Tonnen pro Quadratmeter gemessen.
Gaetan Bally (Keystone)

Der Vorfall erinnert daran, dass die Berge auch Spielplatz der Naturgewalten sind. Dass eine Druckwelle über das Skigebiet Pizol fegte, dabei verdutzte Touristen umwarf und Scheiben zum Bersten brachte, holte die Pisten zurück in die ungezähmte Bergwelt.

Es käme allerdings selten vor, dass Skigebiete von Lawinen überrascht würden, sagt Kurt Winkler, Lawinenwarner am Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF). «Grundsätzlich ist bekannt, welche Hänge Lawinenpotenzial bergen. Diese werden gesprengt.» Entsprechend zuverlässig sei die Pistensicherung in der Schweiz. «Von den durchschnittlich 22 Lawinentoten pro Winter fällt höchstens alle paar Jahre ein Opfer auf einen Vorfall im gesicherten Skigebiet.»

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