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Durch die Unterführung der Drogensüchtigen

Archivbilder haben einen besonderen Charme. Wir starten eine Serie und zeigen, was die analoge BZ-Fotografie in den Fokus genommen hat.

Drogenszene in der Bubenbergunterführung beim Bahnhof Bern am 28. Oktober 1997. Die Bubenbergunterführung wurde im Zuge der Arbeiten zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes aufgehoben. Sie führte von der Schwanengasse unter der Strasse durch zum Bubenbergzentrum.
Drogenszene in der Bubenbergunterführung beim Bahnhof Bern am 28. Oktober 1997. Die Bubenbergunterführung wurde im Zuge der Arbeiten zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes aufgehoben. Sie führte von der Schwanengasse unter der Strasse durch zum Bubenbergzentrum.
Daniel Fuchs

Pressebilder haben wie Sex die spannende Eigenschaft, dass sie mit zunehmendem Alter eher lustiger und interessanter werden. Das liegt daran, dass die offenkundige Thematik zugunsten von anderen Dingen ein wenig an Ernst verliert und dafür anderes sichtbar werden kann.

Man sieht die Sache definitiv anders. Das Auge der Kamera und die Zeit sind ja gegenüber allen Dingen vollkommen gleichgültig. Diese fundamentale Gerechtigkeit könnte ein Grund dafür sein, dass wir die ewige Fotografiere­rei überhaupt akzeptieren, weil wir nämlich insgeheim hoffen, dass, wenn Gerechtigkeit walte, die Fotografie gut zu uns sein müsste und sie dann ab und zu ein gutes Bild von uns entstehen liesse. Welches Bild hat die analoge BZ-Fotografie von ihrer Zeit hinterlassen?

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