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Ständerats-Motion abgelehntNur nichts überstürzen bei der Mitholz-Notumfahrung

Eine Strassenverbindung ins Wallis sei auch bei einer Explosion sicherzustellen, forderte Ständerat Beat Rieder (CVP/VS). Die Nationalratskommission winkte ab.

Blick auf die Felsabrissstelle in Mitholz. Wie die Strassenverbindung ins Wallis während der Räumung des ehemaligen Lagers sichergestellt werden soll, ist noch nicht entschieden.
Blick auf die Felsabrissstelle in Mitholz. Wie die Strassenverbindung ins Wallis während der Räumung des ehemaligen Lagers sichergestellt werden soll, ist noch nicht entschieden.
Foto: Keystone

Bei der Planung einer Notumfahrung in Mitholz will die zuständige Nationalratskommission nichts überstürzen. Sie lehnt deshalb die vom Ständerat überwiesene Motion Rieder ab.

Der Entscheid fiel mit 14 zu 8 Stimmen bei einer Enthaltung, wie die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF-N) am Mittwoch mitteilte.

Die kleine Kammer hatte den Vorstoss von Beat Rieder (CVP/VS) im vergangenen Dezember überwiesen: Eine Strassenverbindung ins Wallis mit der heutigen Kapazität sei dauerhaft sicherzustellen – auch im Fall einer Explosion und während den Räumungsarbeiten des Munitionslagers Mitholz.

Eine Minderheit der KVF-N stellte sich hinter den Vorstoss, damit möglichst rasch eine Lösung auf dem Tisch liege. Die Mehrheit wies darauf hin, dass zurzeit mehrere Projekte zur Sicherstellung der Verkehrserschliessung geprüft würden. Würde man die Motion annehmen, wäre dies ein Vorentscheid zugunsten einer bestimmten Variante.

Das ehemalige Munitionslager der Armee soll ab etwa 2031 geräumt werden. Die Dorfbewohner werden ihre Häuser wohl für rund zehn Jahre verlassen müssen. Das riesige unterirdische Lager wurde 1947 bei einer Explosion verschüttet. In den eingestürzten Anlageteilen und im Schuttkegel sollen noch Tausende Tonnen Munition liegen.

chh/sda