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Nach der Ski-WM in CortinaÖsterreich jubelt: «Wir sind die Nummer 1»

Die Schweiz sammelte an der Ski-WM am meisten Edelmetall. Dennoch kosten die Österreicher den gewonnenen Medaillenspiegel richtig aus.

Die Österreicherin Katharina Liensberger wurde Weltmeisterin im Slalom und Parallel-Event und gewann Bronze im Riesenslalom.
Die Österreicherin Katharina Liensberger wurde Weltmeisterin im Slalom und Parallel-Event und gewann Bronze im Riesenslalom.
Foto: Johann Groder (Keystone)

Es ist so eine Sache mit diesem Medaillenspiegel bei Ski-Weltmeisterschaften. Nicht unbedingt jene Nation, die am meisten Edelmetall gewinnt, steht in der Rangliste auch zuoberst. Gewichtet wird nach Gold, Silber und Bronze.

Während die Schweiz in Cortina in der ersten Woche dank Lara Gut-Behrami und Corinne Suter zuschlug, wurde sie in der zweiten Woche von Österreich überflügelt. Die östlichen Nachbarn gewannen schlussendlich acht Medaillen (5 Gold, 1 Silber, 2 Bronze) und verdrängten die Schweiz mit neunmal Edelmetall (3 Gold, 1 Silber, 5 Bronze) von der Spitze. «Wir sind die Nummer 1», freut sich deshalb die «Kronen-Zeitung» über den Medaillenspiegel. Und «oe24» schreibt von ÖSV-Festspielen in Cortina.

Spielverderber für den Gastgeber

Solche Festspiele waren für Österreich bei den letzten vier Weltmeisterschaften aber nicht die Normalität. Trotz den meisten Medaillen. Vor zwei Jahren in Are und bei der Heim-WM 2013 in Schladming gewann Rot-Weiss-Rot jeweils achtmal Edelmetall. Es reichte aber nur für die Ränge 4 und 2. In Are waren Norwegen, die Schweiz und die USA besser klassiert. In Schladming verdrängten die USA den Gastgeber von der Spitze.

Aber auch Österreich konnte als Spielverderber für den Gastgeber auftreten. 2017 in St. Moritz und zwei Jahre zuvor in Vail/Beaver Creek war dies der Fall. Immerhin gewann da jene Nation auch den Medaillenspiegel, die am meisten Edelmetall sammelte. Jeweils neun Medaillen standen zu Buche.

In einem Ranking müssen die Österreicher nicht fürchten, so schnell von der Spitze verdrängt zu werden: im ewigen Medaillenspiegel von Ski-Weltmeisterschaften. Da führen sie mit 302 Medaillen (101 Gold, 104 Silber, 97 Bronze) vor der Schweiz mit 204-mal Edelmetall (69 Gold, 70 Silber, 65 Bronze) und Frankreich mit 136 Medaillen (47 Gold, 52 Silber, 37 Bronze).

29 Kommentare
    Charles Duchemin

    Ausser den beiden Damen Gut und Suter hat eigentlich nur Beat Feuz geliefert. Also nichts von wegen breiter aufgestelt als Österreich. Und die 3 Bronze-Medallien in den Trostpreiswettbewerben interessieren sowieso niemanden.