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Österreich Untersuchungshaft für Inzesttäter verlängert

Wien Die österreichische Justiz hat die Untersuchungshaft für den Inzesttäter aus Amstetten um zwei Monate verlängert.

«Die Haftgründe liegen weiterhin vor», sagte ein Gerichtssprecher am Freitag nach der Haftprüfungsverhandlung.

Die Verteidigung habe einen Rechtsmittelverzicht abgegeben, sagte der Sprecher des Landesgerichts St. Pölten, Franz Cutka, weiter. Die Verlängerung der Untersuchungshaft sei damit rechtskräftig. Die nächste Haftprüfungsverhandlung müsse innerhalb der kommenden zwei Monate stattfinden.

Der 73-Jährige aus Amstetten hat gestanden, seine heute 42- jährige Tochter 24 Jahre lang in einem Verlies eingesperrt und mehrfach missbraucht zu haben. Dabei zeugte er sieben Kinder, von denen eins starb.

Drei der Kinder nahm der Täter als Pflegekinder zu sich, die anderen drei mussten mit der Mutter im Keller leben. Der Fall kam ans Tageslicht, als eine der Töchter am 19. April ins Spital eingeliefert wurde.

Der Verdächtige verhält sich nach Angaben des Leiters des Gefängnisses in St. Pölten, Günther Mörwald, «ruhig» und bereitet «keine Probleme». Er teile sich die Zelle mit einem anderen Insassen, werde aber von den anderen Gefangenen aus Sicherheitsgründen ferngehalten.

Dies werde voraussichtlich bis zum Prozess so bleiben. Für den Prozess gibt es noch keinen Termin. In Österreich kann ein Tatverdächtiger bis zu zwei Jahre in Untersuchungshaft sitzen. Bis dann muss ein Prozess beginnen.

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