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Bolt: «Ich bin nun eine Legende»

Usain Bolt ist der beste Sprinter der Welt. Der jamaikanische Superstar gewann im Olympia-Stadion von London nach dem 100-Meter-Lauf auch das Rennen über 200 Meter.

Zieleinlauf: Usain Bolt beim Überqueren der Zielinie.
Zieleinlauf: Usain Bolt beim Überqueren der Zielinie.
Keystone
Kuss: Der Jamaikaner dankt der Bahn im Olympia-Stadion.
Kuss: Der Jamaikaner dankt der Bahn im Olympia-Stadion.
Keystone
Warf sich zu Speer-Gold: Barbora Spotakowa.
Warf sich zu Speer-Gold: Barbora Spotakowa.
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Usain Bolt stellte mit 19,32 Sekunden nicht nur eine neue Jahresweltbestzeit auf, sondern lief die viertbeste je gelaufene Zeit. Nur er (zweimal) und Yohan Blake liefen zuvor bereits schneller. Zum eigenen Weltrekord fehlten Bolt 0,13 Sekunden. «Ich habe getan, was ich wollte. Am Ende einer schwierigen Saison habe ich getan, was ich zu tun hatte», so Bolt.

Wie überlegen Bolt der Konkurrenz war, zeigte die Tatsache, dass der 1,96 Meter grosse Modellathlet auf den letzten Metern nicht einmal voll durchzuziehen brauchte, nachdem er bereits nach der Kurve klar in Führung gelegen war. Als erster Läufer überhaupt schaffte Bolt an zwei Olympischen Spielen hintereinander das Double 100 Meter/200 Meter. Es ist bereits die fünfte olympische Goldmedaille für den Weltrekordhalter über 100 Meter und 200 Meter. «Sie ist das, wofür ich hierherkam. Ich bin nun eine Legende, ich bin der grösste lebende Athlet. Ich bin in der gleichen Kategorie wie Michael Johnson. Ich bin geehrt. Ich bin damit aufgewachsen, ihn Weltrekorde brechen zu sehen. Er ist ein grosser Athlet.»

Silber ging wie bereits über 100 m an Bolts Landsmann Yohan Blake, der 19,44 Sekunden lief. Warren Weir machte den jamaikanischen Dreifachsieg perfekt und sicherte sich mit der persönlichen Bestzeit von 19,84 Sekunden Bronze. «Jamaika hat bewiesen, dass wir das grösste Sprinterland sind», freute sich Bolt.

Weltrekord für Rudisha

David Rudisha sorgte für das erste Highlight des Abends, als er die 800 Meter im Final in einer Weltrekordzeit von 1:40.91 Minuten lief. Der 23-jährige Weltmeister von Daegu wurde seiner Favoritenrolle damit vollauf gerecht. Er verbesserte seine eigene Bestzeit, die er vor zwei Jahren in Rieti aufgestellt hatte, um eine Zehntelsekunde und sicherte sich vor Nijel Amos aus Botswana und seinem erst 17 Jahre alten Landsmann Timothy Kiptum überlegen die Goldmedaille.

Rudisha ging aufs Ganze und lief von Beginn an von der Spitze weg. Die erste Runde absolvierte er in 49,28 Sekunden, danach schaffte er es, die Pace durchzuziehen. Rudishas Glanzleistung war der erste Weltrekord im Olympiastadion in East London.

Weitere Goldmedaille für die Usa

Die weiteren Goldmedaillen des siebten Wettkampftages sicherten sich die Tschechin Barbora Spotakowa, die im Speerwerfen der Frauen ihren Triumph von Peking mit der Jahresweltbestweite von 69,55 m wiederholte, und der amerikanische Dreispringer Christian Taylor. Der 22-jährige Weltmeister von Daegu stellte mit 17,81 Metern ebenfalls eine Jahresweltbestleistung auf.

Schweizerinnen wie erwartet ausgeschieden

Die Schweizer 4x100-Meter-Staffel der Frauen schied in den Vorläufen wie erwartet aus. Michelle Cueni, Mujinga Kambundji, Ellen und Lea Sprunger belegten in ihrer Serie in 43,54 Sekunden nur Platz 7, obwohl sie den Schweizer Rekord nur um drei Hundertstel verpassten.

Die Finals vom Donnerstag

200 m (RW 0,4 m/s): 1. Usain Bolt (Jam) 19,32 (JWB). 2. Yohan Blake (Jam) 19,44. 3. Warren Weir (Jam) 19,84. 4. Wallace Spearmon (USA) 19,90. 5. Churandy Martina (Ho) 20,00. 6. Christophe Lemaitre (Fr) 20,19. 7. Alex Quinonez (Ecu) 20,57. 8. Anaso Jobodwana (SA) 20,69.

800 m: 1. David Rudisha (Ken) 1:40,91 (WR, bisher Rudisha in 1:41,01 am 29. August 2010 in Rieti/It). 2. Nijel Amos (Botswana) 1:41,73. 3. Timothy Kitum (Ken) 1:41,73. 4. Duane Salomon (USA) 1:42,82. 5. Nick Symmonds (USA) 1:42,95. 6. Mohammed Aman (Äth) 1:43,20. 7. Abubaker Kaki (Sudan) 1:43,32. 8. Andrew Osagie (Gb) 1:43,77.

Dreisprung: 1. Christian Taylor (USA) 17,81 (JWB). 2. Will Claye (USA9 17,62. 3. Fabrizio Donato (It) 17,48. 4. Daniele Greco (It) 17,34. 5. Leevan Sands (Bahamas) 17,19. 6. Benjamin Compaore (Fr) 17,08. 7. Tosin Oke (Nig) 16,95. 8. Alexis Copello (Kuba) 16,92.

Zehnkampf: 1. Ashton Eaton (USA) 8869 Punkte (100 m 10,35/Weit 8,03/Kugel 14,66/Hoch 2,05/400 m 46,90/110 m Hürden 13,56/Diskus 42,53/Stab 5,20/Speer 61,96/1500 m 4:33,59). 2. Trey Hardee (USA) 8671 (10,42/7,53/15,28/1,99/48,11/13,54/48,26/4,80/66,65/4:40,94). 3. Lionel Suarez (Kuba) 8523 (11,27/7,52/14,50/2,11/49,04/14,45/45,75/4,70/76,94/4:30,08). 4. Hans van Alphen (Be) 8447 (11,05/7,64/15,48/2,05/49,18/14,89/48,28/4,80/61,69/4:22,50). 5. Damian Warner (Ka) 8442 (10,48/7,54/13,73/2,05/48,20/14,38/45,90/4,70/62,77/4:29,85). 6. Rico Freimuth (De) 8320 (10,65/7,21/14,87/1,90/48,06/13,89/49,11/4,90/57,37/4:37,62). - Aufgegeben u.a.: Roman Sebrle (Tsch).

Frauen. Speer: 1. Barbora Spotakova (Tsch) 69,55 (JWB). 2. Christina Obergföll (De) 65,16. 3. Linda Stahl (De) 64,91. 4. Sunette Viljoen (SA) 64,53. 5. Lu Huihui (China) 63,70. 6. Katharina Molitor (De) 62,89. 7. Martina Ratej (Sln) 61,62. 8. Madara Palameika (Lett) 60,73. Ferner: 10. Maria Abakumowa (Russ) 59,34.

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