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Die Verlierer von London

Die Olympischen Spiele schrecken die Touristen ab, Shops und Hotels klagen. London sei im Moment wie eine Geisterstadt, sagen Einheimische. Die Reportage.

Die beiden Galeristinnen Ansuya Padhiak (links) und Cheryl Beackam klagen über wenig Kundschaft im Covent Garden: «Das wird sicher kein gutes Jahr. Wir müssen länger arbeiten, um die Verluste wettzumachen.»
Die beiden Galeristinnen Ansuya Padhiak (links) und Cheryl Beackam klagen über wenig Kundschaft im Covent Garden: «Das wird sicher kein gutes Jahr. Wir müssen länger arbeiten, um die Verluste wettzumachen.»
Christian Lüscher
Schmuckverkäufer Alice Saffron schreibt das schlechteste Verkaufsjahr seit 30 Jahren: «Die Flaute ist hier ein grosses Thema. Wir sind uns das nicht gewohnt.»
Schmuckverkäufer Alice Saffron schreibt das schlechteste Verkaufsjahr seit 30 Jahren: «Die Flaute ist hier ein grosses Thema. Wir sind uns das nicht gewohnt.»
Christian Lüscher
«Es ist eine Schande. Unser Geschäft ist auch so nicht einfach», klagt Robert K., Taxifahrer in London.
«Es ist eine Schande. Unser Geschäft ist auch so nicht einfach», klagt Robert K., Taxifahrer in London.
Christian Lüscher
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Es war im Prinzip ein netter und wohlgemeinter Aufruf des Londoner Bürgermeisters: Vor Wochen appellierte Boris Johnson an die Bevölkerung, möglichst nicht in die Stadt zu reisen. Es drohe der Kollaps des Londoner Verkehrsnetzes.

Sechs Tage sind nun seit der offiziellen Eröffnung der Olympischen Sommerspiele vergangen. Die Menschen haben Johnsons Warnung offenbar ernst genommen. Das Chaos blieb aus. Tatsächlich ist die U-Bahn weniger voll. Das Reisen im Untergrund ist gar angenehmer als noch vor rund vier Wochen, als die Queen ihr 60-Jahre-Jubiläum feierte. Die Strassen sind tagsüber weniger mit Fahrzeugen verstopft. Taxis waren schon beschäftigter als in diesen Sporttagen. London fühlt sich an wie Zürich im August.

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