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Die Strategie, die Gegnerinnen und ein gruseliger See

Auf der Jagd nach Olympiagold erwartet Nicola Spirig beim Triathlon in London nicht nur eine erschreckend starke Konkurrenz, sondern auch ein gruseliges Wasserbecken im Hyde Park.

Alles ist grün, die Sonne spiegelt sich im dunkelblauen Wasser – doch die idyllische Stimmung im Hyde Park täuscht. Der Serpentine-See, wo die Triathleten am Wochenende ins seichte Nass steigen, ist fürs Schwimmen eigentlich völlig ungeeignet. Nicht umsonst sind rund um das Ufer immer wieder Schilder angebracht, die das Baden verbieten. «Hier wurden schon Menschenaugen und andere unappetitliche Sachen rausgefischt», sagt Iwan Schuwey, der Coach von Nicola Spirig und Daniela Ryf. Die Athletinnen sind darauf angewiesen, sich vor dem Startschuss (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) noch einmal intensiv im Wasser aufzuwärmen, und werden wegen der gruseligen Bedingungen fürs Einschwimmen auf ein anderes Becken mit besserer Wasserqualität ausweichen.

Diese Massnahme mag etwas zimperlich erscheinen, aber Nicola Spirig wird vor allem im Wasser am meisten Zeit verlieren, deshalb sind die Details und das Wohlbefinden wichtig. Auch die Rolle von Helferin Daniela Ryf ist nicht zu unterschätzen. «Es ist natürlich genial, wenn ich den Support von Daniela Ryf in Anspruch nehmen kann.» Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei die Radstrecke, Ryf will sich dann an die Spitze setzen, um Spirig genug Vorsprung für die Laufstrecke zu geben. «Es gibt sehr gute Schwimmerinnen im Feld, die auch sehr schnell laufen können. Wir werden versuchen, diese im Radfahren zu distanzieren.»

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