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Rinderknecht schafft Halbfinaleinzug

Der Schweizer BMX-Fahrer Roger Rinderknecht stand heute in London zum zweiten Mal im Einsatz. Er konnte sich im letzten Lauf für die Halbfinals vom Freitag qualifizieren.

Rasanter Start: Roger Rinderknecht (m.) startet in einen seiner Viertelfinal-Läufe.
Rasanter Start: Roger Rinderknecht (m.) startet in einen seiner Viertelfinal-Läufe.
Keystone
Routinier: Rinderknecht gehört mit seinen 31 Jahren zu den älteren Fahrern im Feld.
Routinier: Rinderknecht gehört mit seinen 31 Jahren zu den älteren Fahrern im Feld.
Keystone
Vorne weg: Goldmedaillen-Gewinner Maris Strombergs (Nummer 81).
Vorne weg: Goldmedaillen-Gewinner Maris Strombergs (Nummer 81).
Keystone
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Mit den Rängen 3, 5, 3, 4 und 3 kam Roger Rinderknecht als Vierter seiner Achtergruppe gerade noch weiter. Der 31-Jährige Winterthurer hatte am Ende 18 Rangpunkte, einen weniger als der Kalifornier Nicholas Long, der als Fünfter auf der Strecke blieb. Der Neuseeländer Marc Willers und der Franzosen Joris Daudet hatten sich das Weiterkommen schon in den ersten drei Läufen gesichert. Als Dritter kam der Amerikaner David Herman weiter, der nach einem 8. Platz zum Auftakt mit den Plätzen 3, 4, 1 und 2 das Feld von hinten aufrollte.

Ruhe, Geduld, Routine und Übersicht verhalfen am Ende Roger Rinderknecht, der im Vorlauf vom Mittwoch nur 23. geworden war, zum Weiterkommen. Aus den vielen Scharmützeln in dieser äusserst attraktiven und spektakulären Sportart vermochte sich Rinderknecht meist rauszuhalten. Als es in seiner Serie im ersten Lauf zu einem Massensturz kam, in den sechs der acht Starter verwickelt waren, sass der Schweizer als erster wieder auf dem Rad und sicherte sich so mit Platz 3 die äusserst gute Ausgangslage.

Der Massensturz im ersten Lauf erwies sich für Roger Rinderknecht als Glücksfall. Zum Zeitpunkt des Sturzes befand er sich auf einem der hintersten Plätze; dank der Ausfälle beendete er den Lauf aber noch auf Platz 3. Die beiden Amerikaner David Herman und Nicholas Long, die als Mitfavoriten galten, handelten sich in diesem ersten Rennen vier respektive fünf Rangpunkte Rückstand auf Rinderknecht ein, die zumindest Long nicht mehr wettmachen konnte – obwohl die Amerikaner im fünften und letzten Rennen noch zusammenspannten. Zuerst wählten sie Startpositionen, aus denen sie Rinderknecht in den Clinch nehmen konnten, später liess Herman im Ziel Long den Vortritt. Wäre Rinderknecht im letzten Lauf auf der Zielgerade noch von Ernesto Pizarro oder Manuel de Vecchio noch abgefangen worden, hätte er die Halbfinals verpasst.

Finaleinzug als grosses Ziel

Schon vor vier Jahren in Peking hatte sich Rinderknecht für die Halbfinals qualifiziert, in denen er dann ausschied. Um diesmal sein grosses Ziel, die Finalqualifikation zu schaffen und ein olympisches Diplom zu gewinnen, benötigt Roger Rinderknecht auch Glück. Die Favoriten auf den Finaleinzug sind jene acht BMX-Fahrer, die sich in den Viertelfinals vorzeitig nach drei Läufen für die Halbfinals qualifiziert haben. Ausserdem büsste Rinderknecht in den Viertelfinals jeweils am Start wichtige Meter ein. Aber BMX-Crossrennen sind unberechenbar; das wurde schon in den Viertelfinals klar. Und der Winterthurer weist ein Palmarès auf, das auf einen Exploit hoffen lässt: Vor neun Jahren wurde er Europameister in der Mountainbike-Disziplin 4Cross; dreimal gewann er da WM-Silber, das letzte Mal erst vor einem Jahr.

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