Kommentar: Federer braucht die Goldmedaille nicht

Objektiv betrachtet braucht Roger Federer diese Goldmedaille sowieso nicht; er muss niemandem mehr etwas beweisen.

Adrian Ruch

Die Enttäuschung hielt sich bei Roger Federer in Grenzen. Logisch wäre der Baselbieter gern Olympiasieger geworden, sehr gern sogar. Aber beim 30-Jährigen, dem seine Heimat stark am Herzen liegt, überwog die Freude, für sein Land Ehre eingelegt zu haben.

Objektiv betrachtet braucht er diese Goldmedaille sowieso nicht; er muss niemandem mehr etwas beweisen. Er steht schon lange mit riesigem Abstand als grösster Sportler in der Geschichte der Eidgenossenschaft fest. Innerhalb seines Sports ist er eine lebende Legende, die Mehrzahl der Experten sieht im bald 31-jährigen Schweizer den besten, begnadetsten Spieler, der jemals einen Tennisschläger in die Hand genommen hat. Und er ist auch längst ein globaler Superstar, der weit über die Grundlinie hinausleuchtet. Davon zeugen vier Auszeichnungen als Weltsportler des Jahres und Bestwerte bezüglich Beliebtheit und Bekanntheitsgrad in unzähligen Umfragen.

Zu schreiben, Roger Federer habe es gestern verpasst, seinen Palmarès zu vervollständigen, wäre eine Geringschätzung seiner Erfolge und seiner während mehr als einer Dekade erbrachten Topleistungen. Ganz zu schweigen davon, dass er noch weitere Titel sammeln wird und auch Silbermedaillengewinner Hochachtung verdienen.

Mail: adrian.ruch@bernerzeitung.ch

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