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Olympia-Splitter: Auf und Ab bei Simon Ammann

Simon Ammann lässt am zweiten Trainingstag die Hoffnung aufkeimen, dass er die Grossschanze im RusSki-Gorki-Park doch noch in den Griff bekommt. Auf Rang 2 mit 131,5 m im ersten Umgang liess er allerdings zwei mässige Flüge auf 128,5 (17.) und 121 m (37.) folgen. Der Toggenburger stand zwar sofort wieder auf und begab sich erneut nach oben. Doch der Zwischenfall nagt bestimmt zusätzlich am Selbstvertrauen, zumal Ammanns Konstanz nie im Kaukasus angekommen ist.Der Luzerner Gregor Deschwanden packte nach zwei Flügen auf 129 m und je einem sechsten Rang frühzeitig seine Sachen. Ammann bleibt der Wettkampf-Stress als Top-Ten-Springer des Weltcup-Klassements erspart.Der Olympiasieger Kamil Stoch liess sich durch den Sturz vom Mittwoch nicht aus dem Konzept bringen und überzeugte mit den Rängen 1, 2 und 3. Die Tagesbestweite gelang Peter Prevc (Sln) mit 138,5 m. Im Umgang zuvor hatte sich Severin Freund (De) zum wiederholten Mal ins Szene gesetzt.
Eine der ganz grossen russischen Goldhoffnungen, Eiskunstläufer Jewgeni Pluschenko, musste verletzungsbedingt auf einen Einsatz im Einzelbewerb verzichten. Der Olympiasieger von 2006 zog sich beim Warmlaufen kurz vor dem heutigen Kurzprogramm bei der Landung eines dreifachen Axels eine Rückenverletzung zu, die den Start verunmöglichte – vor einem Jahr hatte sich Pluschenko am Rücken operieren lassen. Danach gab der Eiskunstlauf-Zar seinen Rücktritt bekannt.Wegen der Tragödie um Pluschenko rückte die fantastische Vorstellung von Yuzuru Hanyu in den Hintergrund. Der erst 19-jährige Japaner sprang, als gäbe es nichts Einfacheres auf der Welt. Für die Ausführung des vierfachen Toeloops erhielt der WM-Dritte von 2012 2,86 Punkte - das Maximum sind drei. Auch der Dreifach-Axel und die Kombination Dreifach-Lutz/Dreifach-Toeloop waren eine Augenweide – wie überhaupt das ganze Programm. Das sahen auch die Preisrichter so: Mit 101,45 Punkten übertraf er als erster Athlet im ersten Wettkampfteil die 100-Punkte-Marke.
Justyna Kowalczyk sichert sich im 10-km-Rennen in der klassischen Technik ihren zweiten Olympiasieg. Ohne Medaille bleibt überraschend Marit Björgen. Kowalczyk lief in ihrer Paradedisziplin in einer eigenen Liga - trotz einer kleinen Fraktur im linken Fuss. Die 30-jährige Polin zog ihre beeindruckende Kadenz über die ganze Renndistanz durch und lag bei allen Zwischenzeiten in Führung. Mit 18,4 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Charlotte Kalla, die 2010 in Vancouver über dieselbe Distanz im Skatingstil gewonnen hatte, sicherte sich Kowalczyk ihre zweite Olympia-Goldmedaille. 2010 hatte sie über 30 km klassisch gewonnen. Bronze in Sotschi ging an die Norwegerin Therese Johaug. Deren Landsfrau Marit Björgen ging überraschend leer aus, sie wurde nur Fünfte.
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