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Sotschi lanciert die Spiele mit einer gigantischen Show

Gegen drei Milliarden Menschen schauten zu, wie Russland sich und seine Geschichte feierte. Um 22.26 Uhr Ortszeit eröffnete Präsident Putin die XXII. Winterspiele offiziell.

Das Warten hat ein Ende: Mit einem spektakulären Feuerwerk wurden die Olympischen Winterspiele in Sotschi eröffnet. (Video: Reuters)

Mit einer grossartigen, pompösen Show wurden die ersten Winterspiele in Russland eingeläutet. Um 22.26 Uhr eröffnete Präsident Wladimir Putin die Spiele offiziell ; 27 Minuten später brannte auch das olympische Feuer, das Eishockeylegende Wladislaw Tretjak und Eiskunstlaufgrösse Irina Rodnina entzündet hatten.

Den Schlusspunkt hinter die dreistündige Zeremonie setzte das grösste Feuerwerk, das je gezündet wurde. Wer für 50 oder mehr Milliarden Franken Winterspiele in sein Land holt und neue Stadien samt zeitgemässer Infrastruktur baut, der spart am Ende eben auch nicht beim Eröffnungsfeuerwerk.

Die Zeremonie vor 40'000 Zuschauern im Fischt-Stadion und einem Milliardenpublikum weltweit vor den TV-Geräten lief unter dem Motto «Dreams of Russia». Die Russen feierten ausgiebig ihr Land und ihre Geschichte. Patriotismus war Trumpf, wie immer an Eröffnungsfeiern. Es lief eine Party mit Tolstoi, Strawinski, Tschaikowski, Troika, Perestroika und Zar Peter der Grosse. Das im Moment wohl modernste Sportstadion der Welt, benannt nach dem Mt. Fischt, lieferte den technischen Schnickschnack. Auch die zahlreichen Tänzer und Ballettkünstler sorgten für einige Höhepunkte – genauso wie Opernsängerin Anna Netrebko, die die olympische Hymne intonierte.

Der krönende Abschluss einer gigantischen Eröffnungsfeier: Das Feuerwerk über dem Olympiapark von Sotschi.
Der krönende Abschluss einer gigantischen Eröffnungsfeier: Das Feuerwerk über dem Olympiapark von Sotschi.
Reuters
Der lang ersehnte Moment: Das olympische Feuer brennt.
Der lang ersehnte Moment: Das olympische Feuer brennt.
Reuters
Vorfreude: Zuschauer warten auf die Eröffnungsfeier im Fischt-Stadion.
Vorfreude: Zuschauer warten auf die Eröffnungsfeier im Fischt-Stadion.
Mark Humphrey, Keystone
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Mutig zeigte sich Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, der die Politiker aufforderte, ihre «Meinungsunterschiede in einem friedlichen, direkten Dialog zu adressieren und nicht auf dem Rücken der Athleten». Den Sportlern rief er zu: «Respektiert die Regeln, kämpft fair, seid sauber und habt Respekt vor euren Gegnern.»

Mit der Eröffnungsfeier erlebten die Spiele in der frühlingshaft anmutenden Stadt einen würdigen Auftakt. Nun steht wieder die Jagd nach Medaillen im Vordergrund.

si

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