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15 Kilometer langer Ölteppich vor Santa Barbara

Mindestens 400'000 Liter Öl sind aus einer lecken Pipeline in Kalifornien ausgetreten. Es ist die grösste Ölkatastrophe der vergangenen Jahre in der Gegend.

Harte Arbeit: Freiwillige helfen in Goleta, Kalifornien, Ölschlamm zu schaufeln. (20. Mai 2015)
Harte Arbeit: Freiwillige helfen in Goleta, Kalifornien, Ölschlamm zu schaufeln. (20. Mai 2015)
Reuters
Mehrere Zehntausend Tonnen Öl sind ausgelaufen: Ein Helfer bei der Arbeit.
Mehrere Zehntausend Tonnen Öl sind ausgelaufen: Ein Helfer bei der Arbeit.
Keystone
Haben noch viel Arbeit vor sich: Freiwillige versuchen, den Strand von Goleta zu säubern.
Haben noch viel Arbeit vor sich: Freiwillige versuchen, den Strand von Goleta zu säubern.
Keystone
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Nach der Panne an einer Ölpipeline im US-Bundesstaat Kalifornien ist die Ölpest schlimmer als zunächst angenommen. Vor der Küste nahe Santa Barbara erstreckt sich ein 15 Kilometer langer Ölteppich.

Nach dem Bruch der unterirdischen Pipeline sind nach offiziellen Schätzungen mehrere Hunderttausend Liter Rohöl in den Pazifik geflossen. Lokale und Bundesbehörden waren weiter mit der Reinigung von Stränden und Meer beschäftigt, wie die US-Küstenwache am Mittwoch mitteilte. Der Strand Refugio State Beach rund 30 Kilometer westlich von Santa Barbara musste geschlossen werden.

Zunächst war von 80'000 Litern ausgelaufenem Öl die Rede gewesen. Die Leitung mit einem Durchmesser von etwa 60 Zentimetern war am Dienstag gebrochen, konnte aber später geschlossen werden.

Laut Küstenwache erstreckt sich ein 15 Kilometer breiter Ölteppich vor der Küste. Er werde mithilfe von Schiffen eingegrenzt und abgeschöpft. Von den betroffenen Strandabschnitten werde der verseuchte Sand abgetragen.

Keine Ursache gefunden

Verantwortlich ist die Ölfirma Plains All American Pipeline mit Sitz im texanischen Houston. Er bedauere den Unfall zutiefst, sagte der Chef des Unternehmens, Greg Armstrong.

Im schlimmsten Fall seien geschätzte 400'000 Liter Öl ausgetreten, sagte der zuständige Einsatzleiter der Firma, Rick McMichael. Rund 80'000 Liter könnten den unternehmenseigenen Berechnungen zufolge ins Meer geflossen sein.

Bislang haben die Ermittler keine Ursache für den Bruch der Leitung ausmachen können, die Plains vor mehr als 20 Jahren errichtet hatte.

Besorgte Umweltschützer

Die Umweltschützerin Linda Krop sagte der Zeitung «Los Angeles Times», sie sei besorgt über die Auswirkungen der Ölpest. Möglicherweise gefährde diese vorbeiziehende Grauwale, Blauwale sowie die bereits bedrohten Buckelwale.

Doch auch seltene Seevögel sowie bedrohte Arten an Land seien in dieser biologisch so vielfältigen Region womöglich gefährdet. Auch die US-Umweltschutzbehörde EPA sprach von einer «ernsten Bedrohung» für die Meeresumwelt.

Örtliche Medien veröffentlichten bereits Bilder von toten Meerestieren. Allerdings wiesen die Behörden darauf hin, Zahlen zu verletzten oder getöteten Tieren lägen erst nach den Aufräumarbeiten vor.

SDA/pst

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