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29 Wintersportler starben diese Saison in Schweizer Bergen

Das Gefühl der unbegrenzten Freiheit lockt zahlreiche Ski- und Snowboardfahrer neben die markierten Pisten: Diese Saison starben 29 Menschen auf der Suche nach dem Kick den weissen Tod.

Abseits der Piste: Ein Variantenfahrer geht an einer Lawinenwarntafel vorbei. (Archivbild)
Abseits der Piste: Ein Variantenfahrer geht an einer Lawinenwarntafel vorbei. (Archivbild)
Barbara Gindl, Keystone

Trotz dem recht schneearmen Wetter sind im letzten Winter in der Schweiz überdurchschnittlich viele Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Bis Ende März wurden 29 Todesopfer registriert, zwölf mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres.

Im ganzen vorangehenden Lawinenjahr bis Ende September 2014 waren gemäss den Zahlen des Davoser Lawineninstituts (SLF) 22 Personen tödlich verunglückt. Gleich viele Lawinentote wie in der laufenden Saison gab es letztmals im Winter 2009/10. Der langjährige Mittelwert liegt bei 25 Toten.

Besonders kritisch war die Situation im abgelaufenen Winter Ende Januar und Anfang Februar, was Experten insbesondere auf den schlechten Schneedeckenaufbau zurückführten. Allein in den drei letzten Januar-Tagen starben elf Wintersportler bei den zahlreichen Lawinenabgängen.

Fünf Tote am Piz Vilan

Das schwerste Unglück ereignete sich am 31. Januar am Piz Vilan im bündnerischen Prättigau. Fünf Mitglieder einer SAC-Tourengruppe fanden dort in den Schneemassen den Tod. Vier italienische Tourenfahrer erlagen am 21. Februar nach einem Unfall am Grossen Sankt Bernhard im Wallis ihren Verletzungen im Spital.

Gesamthaft entfielen gemäss SLF von den 29 tödlichen Lawinenunfällen deren 20 auf das Tourengebiet (Fahren abseits der Piste ohne Lift). In neun Fällen waren Skifahrer und Snowboarder betroffen, die allesamt auf Variantenabfahrten (Fahren abseits der Piste mit Lift) verschüttet wurden.

SDA/pst

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