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Autobombe explodiert auf Ferieninsel

In einem Einkaufszentrum im thailändischen Touristenparadies Koh Samui hat eine Autobombe sieben Menschen verletzt. Die Täter könnten Aufständische sein.

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Polizeioffiziere inspizieren das Autowrack. (10.04.2015)
Polizeioffiziere inspizieren das Autowrack. (10.04.2015)
Dailynews, Reuters

Der improvisierte Sprengsatz war in einem Kleintransporter versteckt und ging am späten Freitagabend im Keller der Central Festival Mall hoch, wie die Behörden mitteilten. In dem Shopping-Zentrum habe kurz zuvor eine Modenschau stattgefunden, sagte der Chef der Katastrophenschutzbehörde der Insel, Poonsak Sophonpathumrak, der Nachrichtenagentur AP.

Er berichtete weiter, das Fahrzeug sei vermutlich in einer der drei Unruheprovinzen im Süden Thailands gestohlen worden. Dort sind seit dem Jahr 2004 durch islamistische Aufstände mehr als 5000 Menschen getötet worden. Muslime in dem Gebiet, das lange Zeit ein islamisches Sultanat gewesen ist und Anfang des 20. Jahrhunderts von Thailand annektiert wurde, klagen seit langem über Diskriminierung. Die Aufständischen kämpfen für eine Rückkehr zur Autonomie der Region.

Panik im Ferienparadies: Amateuraufnahmen zeigen die Szenen nach der Explosion. (Video: Reuters; 10. April 2015)

Die Bombe habe grosse Teile des Transporters zerstört und einige andere Fahrzeuge beschädigt, sagte Poonsak. Die Behörden wollen nun herausfinden, ob eine aufständische Gruppe hinter dem Angriff steckt. Die Gruppierungen haben in der Vergangenheit häufiger Autobomben in touristischen Regionen gezündet, allerdings bislang noch nie Samui ins Visier genommen.

Die Samui-Insel liegt in der Provinz Surat Thani und ist eine der Top-Reiseadressen in Thailand. Ausländische Touristen schätzen sie besonders wegen ihrer makellosen Strände.

(SDA)

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