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Bereits 14 Mers-Tote in Südkorea

Die Behörden in Südkorea betonen zwar, in Sachen Mers das Schlimmste hinter sich zu haben. Doch die Furcht vor der Viruserkrankung ist gross. Die Zahl der Toten steigt auf 14.

Masken zum Schutz: Südkoreanische Helferinnen im Kampf gegen das Mers-Virus.
Masken zum Schutz: Südkoreanische Helferinnen im Kampf gegen das Mers-Virus.
Lee Jin-man, Keystone

Die Zahl der Toten durch die Atemwegserkrankung Mers ist in Südkorea auf 14 gestiegen. Bei dem jüngsten Opfer handelte es sich um eine 67 Jahre alte Frau, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Samstag wurden zudem zwölf Neuinfektionen gemeldet. Tags zuvor hatten die Behörden aus Angst vor einer weiteren Verbreitung des Virus zwei Krankenhäuser geschlossen. Zugleich beharrten sie jedoch darauf, dass das Schlimmste überstanden sei.

Der Ausbruch in Südkorea ist bisher der grösste ausserhalb Saudi-Arabiens, wo seit Auftauchen des Virus 2012 die meisten Fälle vorkamen. Zu den bisher Infizierten gehören bisher nur Angehörige der Patienten sowie Krankenhauspersonal. Dennoch meiden viele Südkoreaner auch belebte Plätze oder Kinos. Rund 2900 Kindergärten und Schulen sind vorsorglich geschlossen.

Weniger Neuinfektionen

Fast 140 Menschen sind mit dem Erreger infiziert, rund 3680 wurden unter Quarantäne gestellt. Vertreter des Gesundheitsministeriums berichteten aber von rückläufigen Neuinfektionen. Am Freitag seien vier Neuerkrankungen registriert worden. Tags zuvor waren es noch 14 gewesen, am Mittwoch 13.

Allein am Freitag starben drei Menschen, die älter als 70 Jahre waren. Die meisten Todesopfer hatten den Angaben zufolge bereits an Vorerkrankungen wie Krebs oder Atemwegsproblemen gelitten und waren dadurch geschwächt. Die Menschen sollten aufhören, sich zu sehr um das Virus zu sorgen, denn die Zahl der neuen Fälle sinke, sagte Kwon Deok Ceholk, ein hoher Beamter im Gesundheitsministerium, auf einer Pressekonferenz.

Virus aus Saudiarabien eingeschleppt?

Zwischen der Übertragung des Virus und dem Ausbruch der Krankheit vergehen maximal zwei Wochen. Für die in einigen Krankenhäusern isolierten Menschen endete diese Frist am Freitag, in anderen Kliniken war sie allerdings noch nicht abgelaufen. In Seoul und Changwon machten die Behörden vorübergehend je ein Krankenhaus dicht, weil dort Kranke mit Hunderten Personen in Kontakt gekommen waren. Diese kamen ebenfalls in Quarantäne.

Der erste Patient, bei dem am 20. Mai Mers festgestellt worden war, hatte zuvor eine Reise nach Saudiarabien unternommen. Er wurde in verschiedenen Krankenhäusern behandelt und infizierte dort Dutzende andere Patienten und Mitarbeiter, bevor die Krankheit diagnostiziert wurde.

Impfen nicht möglich

Mers überträgt sich über Körperflüssigkeiten. Es gehört wie der Sars-Erreger zur Familie der Coronaviren. Symptome sind Fieber, Atemprobleme, Lungenentzündung und Nierenversagen. Einen Impfstoff gegen das Virus gibt es nicht, etwa 40 Prozent der Erkrankten sterben.

SDA/hae

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