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Das Fürstenhaus erwartet Nachwuchs

Die monegassische Prinzessin Charlène, Frau des Fürsten Albert II., ist schwanger. Der ungefähre Geburtstermin wurde bereits bekanntgegeben.

Das Kind soll Ende des Jahres auf die Welt kommen: Fürst Albert und seine Frau Charlene.
Das Kind soll Ende des Jahres auf die Welt kommen: Fürst Albert und seine Frau Charlene.
Ist es die grosse Liebe oder auch ein bisschen Kalkül? Vielleicht ein bisschen von beidem, vermittelte uns die Doku «Albert & Charlene».
Ist es die grosse Liebe oder auch ein bisschen Kalkül? Vielleicht ein bisschen von beidem, vermittelte uns die Doku «Albert & Charlene».
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Vor ihrem Leben als Frau an Alberts Seite war Charlene Wittstock Profischwimmerin. Bis zu den Olympischen Spielen in Sydney reichte ihr Talent. Einen Schulabschluss hat sie dagegen nicht.
Vor ihrem Leben als Frau an Alberts Seite war Charlene Wittstock Profischwimmerin. Bis zu den Olympischen Spielen in Sydney reichte ihr Talent. Einen Schulabschluss hat sie dagegen nicht.
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Aufregung auf dem berühmten Felsen über Monte Carlo: Lange fieberte Monaco einem neuen Thronfolger entgegen, nun bekommt die 700 Jahre alte Grimaldi-Dynastie den ersehnten Nachwuchs: Fürst Albert II. und Charlène von Monaco erwarten Ende des Jahres das erste Kind.

Knapp drei Jahre nach ihrer spektakulären Märchenhochzeit brachte der Fürstenpalast die freudige Botschaft unters Volk. Damit ändert auch die Thronfolge im kleinen Stadtstaat: Alberts ältere Schwester Caroline verliert ihren Platz an erster Stelle der Thronfolge.

Schon seit Tagen spekulierten Medien darüber, dass der schillernden Fürstenfamilie Nachwuchs ins Haus stehen könnte. Auslöser war insbesondere die Unpässlichkeit Charlènes bei einem Staatsbesuch in Südfrankreich: Kurz nach der Ankunft des Ehepaares musste sich die einstige Weltklasseschwimmerin offiziell wegen «Müdigkeit» zurückziehen.

Der 56 Jahre alte Fürst Albert II. und seine 20 Jahre jüngere Frau erwarten den Nachwuchs Ende des Jahres. «Fürst Albert II. und Fürstin Charlène sind sehr glücklich, ein freudiges Ereignis anzukündigen», hiess es in der Mitteilung des Fürstenpalastes.

Zwei uneheliche Kinder

Für die Südafrikanerin Charlène ist es das erste Kind. Ihr Mann hat bereits zwei uneheliche Kinder aus früheren Liebschaften anerkannt. Mit einer Kellnerin aus den USA hat der Landesvater eine 22-jährige Tochter, mit einer früheren Air-France-Stewardess aus Togo einen 10 Jahre alten Sohn.

Bei der prächtigen Hochzeitsfeier des Fürstenpaars vor drei Jahren war ganz Monaco auf den Beinen, Fernsehsender aus aller Welt berichteten für hunderttausende Zuschauer live von dem Spektakel.

Es war die Trauung, auf die der kleine Mittelmeerstaat seit Jahrzehnten gewartet hatte - ein halbes Jahrhundert nach der Traumhochzeit von Alberts Eltern, Fürst Rainier III. (1923-2005) mit der unter ihrem Geburtsnamen Grace Kelly als Schauspielerin bekanntgewordenen Gracia Patricia (1929-1982).

Druck fällt ab

Während Baby-Nachrichten aus den fürstlichen Gemächern seit Jahren ausblieben, wurde um das Herrscherpaar herum munter geheiratet und Nachwuchs gezeugt. So konnte sich Alberts ältere - und nicht zuletzt Dank mehrerer Ehen auch bekanntere - Schwester, Caroline von Hannover, über Nachwuchs ihrer eigenen vier Kinder freuen.

Bei Geburten im Hause Grimaldi und den angeschlossenen Familiensträngen gingen fragende Blicke stets sofort in Richtung Fürstenpaar - lange mit Fehlanzeige. Stefan Blatt, Adelsexperte der Illustrierten «Bunte» sagte am Freitag, das monegassische Fürstenpaar habe sich «sehr, sehr lange Zeit gelassen».

Von Fürstin Charlène falle nun «eine Zentnerlast ab». Aus Sicht des Adelsexperten ist es nach der Heirat eines Fürsten «die einzige Aufgabe, die man im Leben noch hat, ein Kind zu gebären, um die Dynastie zu sichern». Fürstin Charlène werde nun etwas lockerer werden, auch wenn sie «so richtig offizielle Auftritte» nicht möge.

Thronfolge ändert

Mit der Nachricht vom Fürstenpaar ändern sich tatsächlich auch die künftigen Machtverhältnisse in Monaco. Bisher wären Thron und Herrschaft in dem Zwergstaat auf die Linie von Prinzessin Caroline und dann ihrem ältesten Sohn Andrea und schliesslich dessen Kind Raphaël übergegangen.

Der aus monegassischer Sicht wohl schlimmste Fall wurde schon vor Jahren per Verfassungsänderung ausgeschlossen: Nach den alten Regeln wäre das Fürstentum ohne männlichen Nachfolger der herrschenden Fürsten an das - republikanische - Frankreich gefallen.

SDA

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