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Der letzte Löwendompteur

Thomas Lacey führt für den Circus Royal Löwen in die Manege. Als Einziger in der Schweiz. Er erntet dafür vor allem eines: Kritik von Tierschützern.

Thomas Lacey hofft, dass Princess ihn vor anderen Löwen beschützen würde – sicher ist er sich nicht. Foto: Reto Oeschger

Thomas Lacey hofft, dass Princess ihn vor anderen Löwen beschützen würde – sicher ist er sich nicht. Foto: Reto Oeschger

Christian Zürcher@suertscher

Er fasst ihr um den Hals, zieht ihren Kopf zu sich hoch, dann küsst er sie. Auf die Stirn. Sekundenlang.

Er, das ist Thomas Lacey, er macht das beruflich. Sie heisst Princess und sie könnte ihn mit einem Biss töten. Tut sie aber nicht. Sie macht mit. Warum eigentlich? Weil sie will? Weil sie muss? Überhaupt: Wie sieht ein Löwe die Welt?

Weinfelden, Brauiwiese, der Circus Royal hat hier seine Zelte aufgeschlagen. Glamour und Poesie sind gerade anderswo. Wasserschläuche liegen rum, Zelte wachsen, Reste vom Mittagessen der Arbeiter türmen sich im Schweinekübel. Drei Tage noch, dann beginnt die Tournee. Mit dabei: drei Löwen und Thomas Lacey aus der berühmten Lacey-Familie, bekannt für Schmusereien und Scheinangriffe mit Raubtieren.

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