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Eine Crack-Pfeife könnte ihn den Job kosten

Rob Ford ist Bürgermeister der kanadischen Stadt Toronto. Ein Drogenvideo bringt ihn nun arg in Bedrängnis.

Muss sich den unangenehmen Fragen stellen: Rob Ford.
Muss sich den unangenehmen Fragen stellen: Rob Ford.
Keystone

Vor einem halben Jahr kam die verworrene Geschichte auf, nun scheint sie sich zu bestätigen: Die Polizei in Toronto hat nach umfangreichen Ermittlungen gegen ihren Bürgermeister Rob Ford ein Video gefunden, das ihn beim Rauchen von Crack zeigen soll. Ford hatte zuvor versichert, es gebe ein solches Video nicht.

Der Bürgermeister lehnte einen Rücktritt am Donnerstag ab. «Ich habe keinen Grund zurückzutreten», sagte er. Er könne sich wegen des laufenden Verfahrens nicht auf gegen die erhobenen Vorwürfe verteidigen. Mehr könne er derzeit nicht sagen.

Aus Protest gewählt

Ford war vor drei Jahren als Kandidat von Protestwählern zum Bürgermeister der grössten Stadt Kanadas gewählt worden. Seither machte er jedoch vor allem mit eigenwilligem Verhalten von sich reden. Höhepunkt war der Skandal um das angebliche Crack-Video im Mai. Zwei Journalisten des «Toronto Star» gaben an, den Film gesehen zu haben. Ford versicherte, es gebe ihn nicht und er nehme keine Drogen.

Torontos Polizeichef Bill Blair veröffentlichte den Film zwar noch nicht, sagte aber, dessen Inhalt entspreche dem, was bereits berichtet worden sei. «Als Bürger von Toronto bin ich enttäuscht», sagte er. «Dies ist eine traumatische Angelegenheit für die Bürger dieser Stadt und den Ruf dieser Stadt.»

Fords Abfall wurde durchsucht

Bei den Ermittlungen hatte sich die Polizei nach eigenen Angaben unter anderem durch Fords Abfall gewühlt - auf der Suche nach Hinweisen auf Drogengebrauch. Auch starteten sie eine breit angelegte Überwachung, nachdem die Drogenvorwürfe aufgekommen waren.

Stadträtin Paula Fletscher forderte den Bürgermeister auf, die Interessen der Stadt zu wahren: «Der Bürgermeister hat gesagt, es gibt kein Video», sagte sie. «Er hat gesagt, es gebe eine Verschwörung gegen ihn.» Das könne man nach der Pressekonferenz der Polizei wohl zu den Akten legen.

312131 Okt 13

SDA/mrs

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