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Gefängnis für Hoeness-Erpresser

Der Mann, der dem ehemaligen Präsidenten des FC Bayern-München mit einem unangenehmen Gefängnisaufenthalt gedroht hatte, muss nun selber für längere Zeit hinter Gitter.

«Kriminelle Energie»: Der Hoeness-Erpresser vor Gericht in München. (15. Dezember 2014)
«Kriminelle Energie»: Der Hoeness-Erpresser vor Gericht in München. (15. Dezember 2014)
Andreas Gebert, AFP

Der 51-jährige Erpresser von Uli Hoeness hatte gestanden, den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern vor dessen Haftantritt mit einem Drohbrief erpresst und 215'000 Euro verlangt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und drei Monate gefordert, die Verteidigung zwei Jahre und sechs Monate. Schliesslich veruteilte ihn das Gericht zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis.

Staatsanwalt Klaus Reichenberger hatte in seinem Plädoyer von einem nicht besonders schweren Fall gesprochen. Es gebe allerdings auch keine Straf mildernde Gründe. Der Angeklagte habe «kriminelle Energie» an den Tag gelegt, sagte Reichenberger am Dienstag.

«Unruhiger Haftverlauf»

Der ehemalige Präsident des Fussball-Clubs FC Bayern sitzt wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis. Der Angeklagte soll Hoeness mit einem «unruhigen Haftverlauf» gedroht haben. Versuchte Erpressung kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.

Verteidiger Martin Heidenreich verwies auf die schwierige finanzielle und gesundheitliche Situation des Angeklagten, der mehr als 300'000 Euro Schulden hat und an Diabetes leidet. Er hielt eine milde Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten für ausreichend. Sein Mandant habe mit dem Geständnis Einsicht gezeigt.

Der Angeklagte entschuldigte sich noch einmal bei Hoeness und seiner Familie. Er wolle betonen, «dass mir die Tat sehr leidtut und dass ich mein Handeln in dieser Situation, in der ich nicht mehr ein noch aus wusste, zutiefst bereue», sagte er. Das Urteil wurde noch am Dienstag erwartet.

SDA/rub

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